Quelle Größter Ausverkauf Deutschlands

Der Ausverkauf beim Versandhaus Quelle hat mit technischen Schwierigkeiten begonnen. Schon wenige Stunden nach dem Start am Sonntag um 6 Uhr war die Internetseite des Unternehmens überlastet - obwohl die Server kurz zuvor noch aufgerüstet worden waren.

Fürth - Der Ausverkauf des Pleiteunternehmens begann zunächst auf der Internetseite, am Montag sollte es auch in den Quelle-Filialen deutliche Rabatte geben. Beim Aufruf von quelle.de erschien am Sonntag Morgen im Browser zeitweise lediglich die Meldung: "Fehler: Netzwerküberschreitung".

"Seit 9.15 Uhr steht die Seite nach Angaben der IT-Abteilung wieder stabil", berichtete der Sprecher des Quelle-Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, Thomas Schulz. Um den erwarteten Ansturm zu bewältigen, hatten IT-Experten die für den Internet-Verkauf genutzten Computersysteme extra nachgerüstet.

Alle verbliebenen Waren sollten im Internet und dann auch in den Quelle-Shops mit 30 Prozent Rabatt angeboten werden, um die Lager zu räumen. Erwartet wurde der größte Ausverkauf in der Geschichte des deutschen Einzelhandels.

Größter Ausverkauf in der Geschichte des Einzelhandels

Die Hälfte der 18 Millionen Räumungsverkaufs-Artikel ist Mode. Möbel sollten mit 20 Prozent, Technik mit 10 Prozent Nachlass verkauft werden. Der Quelle-Betriebsrat hofft, dass der Ausverkauf viele Beschäftigte bis Weihnachten in Lohn und Brot halten kann.

Der Betriebsratsvorsitzende Ernst Sindel lobte das Ausverkaufs-Konzept der Insolvenzverwaltung. Die verbilligte Ware werde jetzt nicht nur im Internet, sondern ab Montag auch in den 1.200 Quelle-Shops und den 60 Technik-Centern angeboten. Damit behielten rund 1.600 Quelle-Beschäftigte noch ihre Arbeit, sagte Sindel.

Quelle werde liefern, so lange der Vorrat reiche, hatte der Insolvenzverwalter erklärt. Dabei werde angestrebt, die Bestellungen bis Weihnachten auszuliefern.

Der Insolvenzverwalter hatte vor gut zehn Tagen das Aus für das deutsche Traditionsunternehmen bekannt gegeben. Trotz intensiver Verhandlungen hatte sich kein Investor für den insolventen Versandhändler gefunden.

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