Sonntag, 20. Oktober 2019

ProSiebenSat.1 Zuschauer sollen bezahlen

ProSiebenSat.1 will zum Anbieter von Bezahlfernsehen mutieren. Aufgrund wegbrechender Werbeeinnahmen müssten neue Erlösquellen erschlossen werden, sagte Vorstandschef Thomas Ebeling und kündigte ehrgeizige Umsatzziele für das neue Geschäftsmodell an.

Frankfurt - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Börsen-Chart zeigen will einem Zeitungsbericht zufolge seine Sender langfristig kostenpflichtig zu machen. "Die Richtung ist für uns klar: Wir müssen vom Werbemarkt unabhängiger werden", zitiert das "Handelsblatt" in seiner Mittwochausgabe den Vorstandsvorsitzenden Thomas Ebeling.

Geht neue Wege: ProSiebenSat.1-Chef Ebeling
Allerdings brauche der Wandel Zeit und sei nur in vielen kleinen Schritten zu schaffen. Der Konzern plant der Zeitung zufolge, für bisher frei empfangbare Sender wie ProSieben, Sat.1 oder Kabel 1 von den Zuschauern eine Nutzungsgebühr zu verlangen.

"Für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns ist es enorm wichtig, dass wir Beziehungen zu den Endkunden aufbauen, etwa über Pay-TV, Video-on-Demand oder andere Geschäftsmodelle", sagte Ebeling. Bis 2014 wolle der TV-Verbund rund 30 Prozent seiner Einnahmen außerhalb der Werbung erzielen, das wäre doppelt so viel wie jetzt, berichtete das Blatt.

manager-magazin.de mit Material von reuters

© manager magazin 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung