LG Electronics Dämpfer für das Weihnachtsgeschäft

Der weltweit drittgrößte Handyhersteller LG Electronics hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Für das Weihnachtsgeschäft dämpft das südkoreanische Unternehmen aber die Erwartungen.

Seoul - Der Elektronikhersteller LG Electronics  hat nach einem starken dritten Quartal die Erwartungen für den Rest des Jahres nach unten geschraubt. Zwar werde für das Weihnachtsgeschäft ein moderates Umsatzwachstum erwartet, teilte das Unternehmen mit. Sinkende Preise bei Fernsehern und Handys und höhere Ausgaben für Marketing und Entwicklung dürften das Geschäft aber weniger profitabel machen.

Die Aktie legte nach den Quartalszahlen dennoch kräftig zu. Denn der drittgrößte Handyhersteller weltweit überraschte den Markt mit einem Gewinn von 807 Milliarden Won (rund 460 Millionen Euro) für das dritte Quartal. Analysten hatten mit weniger gerechnet.

Vor einem Jahr war der Gewinn unter anderem wegen Währungseffekten noch auf 25 Milliarden Won zusammengeschmolzen. Seine Umsätze konnte LG dank eines nun freundlicheren Währungsumfelds um knapp 16 Prozent auf 13,9 Billionen Won steigern. LG selbst hatte nur mit einem Plus von 10 Prozent gerechnet. Die Nachfrage nach LCD-Fernsehern und Handys hatte im dritten Quartal noch einmal kräftig angezogen.

Die Umsätze mit Unterhaltungselektronik stiegen um 23,9 Prozent auf 4,93 Billionen Won. Dank der höheren Nachfrage nach Flachbildschirmen und Kosteneinsparungen verbesserte sich die Marge um 4,4 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent.

Der Umsatz mit Mobiltelefonen kletterte um 24,8 Prozent auf 4,38 Billionen Won. Damit dürfte LG Electronics seinen Marktanteil im weltweit schrumpfenden Handygeschäft weiter ausbauen. Andere Hersteller wie der Branchenprimus Nokia  kämpften zuletzt mit sinkenden Verkaufszahlen. LG hingegen verkaufte mit 31,6 Millionen Handys 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Niedrigere Preise und ein größerer Anteil von Billighandys machten das Handygeschäft allerdings auch für LG weniger profitabel.

manager-magazin.de mit material von dpa