Apple Magic Mouse im Gepäck

Zwei Tage vor dem Verkaufsstart des Konkurrenzsystems Windows 7 von Microsoft hat Apple eine neue Generation seiner iMac-Rechner vorgestellt. Ein Highlights ist eine Computermaus, die sich ähnlich wie das iPhone bedienen lässt.

San Francisco - Kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts hat Apple  neue Versionen seiner Mac-Computer vorgestellt. Der US-Konzern präsentierte am Dienstagabend einen iMac in neuem Design aus Glas und Aluminium sowie mit einer Computermaus, deren Oberfläche an das Touchscreen des iPhone angelehnt ist.

Das Maus, die Apple Magic Mouse nennt, ist Teil einer neuen Version des iMacs. Sie reagiert auf mehrere gleichzeitige Berührungen, erklärte das Unternehmen. Die neuen iMacs verfügen unter anderem über einen schnelleren Prozessor, einen vergrößerten Bildschirm und eine bessere Grafikdarstellung als die Vorgänger.

Zudem bestehen die iMacs aus Modellen mit 21,5 und 27 Zoll großen Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Ausgestattet sind die Modelle zudem mit schnellere Grafikkarten wie beispielsweise einer Nvidia Geforce 9400M oder einer ATI Radeon HD 4670. Neben den iMacs sollen auch die MacBooks sowie der Mac Mini in verbesserten Varianten auf den Markt kommen. Medienberichten zufolge arbeitet der Hersteller zudem an einem Tablet-Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm, der den E-Book-Readern etwa von Amazon  und Sony  Konkurrenz machen könnte.

Apple hofft auf eine starkes Weihnachtsgeschäft mit dem neuen Update und damit auf eine Fortsetzung seines Erfolgskurses. Der Konzern hatte am Montag sein bestes Quartalsergebnis in der Firmengeschichte vorgelegt. Trotz Finanzkrise verkaufte Apple so viele seiner Mac-Rechner und iPhone-Handys wie nie zuvor in einem Quartal. Der Gewinn schoss im Ende September abgeschlossenen vierten Quartal um 47 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) nach oben. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf fast 9,9 Milliarden Dollar. Die Aktie setzte am Dienstag zum Höhenflug an und lag mit 199 Dollar mehr als fünf Prozent im Plus.

Zuletzt gingen von den Apple-Rechnern mehr als drei Millionen Stück über die Ladentische - ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem tragbare Computer waren gefragt. Nach der Präsentation der neuen Desktop-Rechner erwarten Experten nun auch einen Zuwachs in diesem Segment. Der Konzern verkaufte 7,4 Millionen iPhones und damit sieben Prozent mehr. Beim Musikplayer iPod fiel der Absatz dagegen um 8 Prozent auf 10,2 Millionen Stück.

Für das laufende Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 11,3 und 11,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll 1,70 bis 1,78 Dollar betragen. Apple ist für seine eher zurückhaltenden Prognosen bekannt. Trotz teils höherer Kosten und neuer Produkte mit kleineren Gewinnmargen meinte Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer aber: "Wir sind weiter sehr zuversichtlich." Analysten zollten Apple Respekt für ein "phänomenales Quartal".

manager-magazin.de mit ap, dpa und reuters

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