Dienstag, 20. August 2019

Windows 7 Geschmeidiger Start

Windows 7 ist da. Und hat ordentlich Vorschusslorbeeren gesammelt. Wer sich für das neue Betriebssystem interessiert, sich aber keinen neuen PC anschaffen will, kann es auch auf seinem noch flotten Rechner einrichten - sollte dabei allerdings einiges beachten. Die wichtigsten Tipps und Tricks.

München/München - Vieles spricht für das neue Windows. Allerdings will nicht jeder gleich einen Rechner kaufen, auf dem das Betriebssystem installiert ist oder das bisher genutzte Windows auf dem noch flotten PC überspielen. Das muss auch nicht sein, denn Windows 7 lässt sich parallel zum bisherigen System auf dem Rechner einrichten.

Startschuss: Was man bei der Installation von Windows 7 beachten sollte
Erst einmal muss sich der Nutzer für eine der drei in Deutschland erhältlichen Versionen entscheiden: Home Premium, Professional oder Ultimate. Erstere enthält zum Beispiel nicht die Möglichkeit zum Backup ins Netzwerk, und die Dateiverschlüsselung EFS fehlt.

Professional und Ultimate haben diese Funktionen an Bord. Dafür fehlt der Pro-Edition und Home Premium die BitLocker-Verschlüsselung für Festplatten. "Neu ist außerdem die Funktion "BitLocker to go"", sagt Daniel Melanchthon von Microsoft Börsen-Chart zeigen in Unterschleißheim bei München. "Damit lassen sich mobile Datenträger wie USB-Sticks vollständig verschlüsseln."

Die Home-Premium-Variante dürfte dem Durchschnittsanwender jedoch genügen: "Sie enthält alle wesentlichen Funktionen und ist gerade im Multimediabereich vollständig", schreibt der Autor Wolfram Gieseke in seinem gerade erschienenen Buch "Windows 7".

Um das neue Windows parallel installieren zu können, bedarf es etwas Vorbereitung: Dem Betriebssystem muss auf der Festplatte ein anderer Bereich zugeordnet werden als dem bestehenden. Der Nutzer kann sich den PC in diesem Zusammenhang wie ein Hotel mit vielen Einzelzimmern vorstellen. Dieses bietet vielen Gästen Platz, aber eben nicht allen im selben Zimmer. Die Zimmer heißen in diesem Fall Partitionen.

Wer seinen Rechner mit vorinstalliertem Windows Vista gekauft hat, wird darauf in der Regel nur eine Partition vorfinden - die durch Vista belegt ist. Für Windows 7 muss er daher anbauen, also eine neue Partition anlegen. Und hier unterscheidet sich Vista von einem durchschnittlichen Hotelgast: Es meckert nicht, wenn das Zimmer verkleinert wird. Denn genau das passiert beim Anlegen einer neuen Partition: Die vorhandene wird verkleinert. Der neu geschaffene Platz wird formatiert und als Partition für Windows 7 bereitgestellt.

Unter Windows Vista ist diese Vorarbeit schnell getan. Denn der Windows-7-Vorgänger bringt die nötigen Mittel mit, um die Partitionen eines laufenden Systems zu verändern. Die Daten auf der zu verkleinernden Partition werden nicht angefasst - sofern sie nicht so klein gemacht wird, dass nicht mehr genügend Speicher vorhanden ist.

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