IBM "Betriebe brauchen regionale Partner"

Die Computerkonzern IBM will im Mittelstand aggressiv auf Kundenfang gehen. "Der Markt ist bei weitem noch nicht ausgereizt", sagte Bernd Schierholz, Chef des Mittelstandsgeschäfts von IBM in Deutschland.

Stuttgart - In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa sagte er weiter: "In Deutschland kalkulieren wir mit einem Potenzial von vielen zehntausend möglichen Kunden. Diese Marktanteile wollen wir aggressiv angehen." Der Computerkonzern mit Deutschland-Sitz in Stuttgart definiert für sich Mittelstandskunden als Unternehmen mit einer Zahl von bis zu 1000 Beschäftigten.

IBM  will nach Angaben von Schierholz vor allem über regionale Geschäftspartner die kleineren und mittleren Unternehmen als Kunden gewinnen. "Die Handwerksbetriebe brauchen regionale Partner vor Ort, die ihre Sprache sprechen und persönliche Kontakte pflegen können." Weit über 1000 Partner habe die IBM derzeit in Deutschland. "Bis Ende nächsten Jahres wollen wir diese Zahl um 30 Prozent steigern und ein flächendeckendes Netzwerk aufbauen", kündigte der Manager an.

Als die größten Wettbewerber in dem Geschäftsbereich nannte Schierholz im Hardwarebereich die Firmen HP und Dell, bei der Software Microsoft und Oracle und im Servicesektor T-Systems. Im Konzern hat IBM im Jahr 2008 einen Umsatz von 103,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet. 20 Prozent dieser Erlöse davon seien weltweit im Mittelstandsgeschäft erzielt worden, hieß es.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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