Samstag, 7. Dezember 2019

IT-Branche Dell meldet Milliardenübernahme

Das Übernahmegeschäft kommt wieder in Schwung. Nach der Milliardenofferte von Kraft für Cadbury investiert nun der Computerhersteller Dell rund vier Milliarden Dollar, um sich den IT-Dienstleister Perot Systems einzuverleiben. Die vom ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten Ross Perot gegründete Firma hat der Bar-Offerte bereits zugestimmt, die Aktie haussiert.

New York - Der US-Computerhersteller Dell übernimmt für rund 3,9 Milliarden Dollar in bar den IT-Dienstleister Perot Systems. Die Führungsgremien beider Konzerne hätten dem Kauf bereits zugestimmt, teilten die Unternehmen am Montag mit.

Wachstum durch Zukäufe: Dell-Zentrale in Texas
Demnach soll Perot Systems künftig als Dienstleistungssparte Dells vom derzeitigen Perot-Chef Peter Altabef geführt werden. Dell kündigte an, für jede ausgegebene Klasse A Stammaktie von Perot Systems 30 Dollar in bar zu bieten.

Dies ist ein Aufschlag von rund 67,5 Prozent auf den Schlusspreis der Perot-Aktie vom Freitag an der New Yorker Börse.

Die Papiere von Perot Systems schossen nach Bekanntgabe der Transaktion vorbörslich um 66 Prozent in die Höhe. Aktien von Dell Börsen-Chart zeigen gaben hingegen fünf Prozent auf 15,85 Dollar nach.

Dell Börsen-Chart zeigen zufolge wird der Computerhersteller seinen Kunden durch den Zukauf künftig eine breitere Palette an Dienstleistungen anbieten können. Zudem werde die Übernahme den Verkauf von Dell-Computern an Perot-Kunden ermöglichen. Dell erwartet, dass die Transaktion im Geschäftsjahr 2012 zum Gewinn des Konzerns beitragen wird.

Ross Perot Junior sagte dem Fernsehsender CNBC, ein wichtiger Schwerpunkt des Unternehmens werde künftig der Gesundheitsbereich sein.

Perot Systems ist ein globaler Anbieter von Informationstechnologie-Dienstleistungen und Unternehmenslösungen. Das Unternehmen mit Sitz in Plano, Texas, wurde 1988 vom ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten Ross Perot gegründet. Der Konzern erwirtschaftete 2008 Umsatzerlöse von 2,8 Milliarden Dollar und beschäftigt über 23.000 Mitarbeiter in Nordamerika, Europa und Asien.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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