iPhone Apple will Google nicht

Der Streit um die Ablehnung von Googles Telefonprogramm für das iPhone spitzt sich zu. In einer von der US-Telekomaufsicht FCC erstmals vollständig veröffentlichten Stellungnahme von Google heißt es, Apple habe die Software Google Voice abgelehnt.

New York - Apple  hatte in seiner Stellungnahme im August dagegen betont, man habe das Programm Google Voice "entgegen veröffentlichten Berichten" nicht abgelehnt, sondern prüfe es weiter und habe einige Bedenken. Bei der ersten Veröffentlichung des Google-Briefs im August war die Passage zu Kontakten mit Apple auf Wunsch des Internet-Riesen entfernt worden.

Danach sei die FCC jedoch unter Hinweis auf die Informationsfreiheit von mehreren Seiten aufgefordert worden, den Text vollständig zu veröffentlichen, hieß es in einer Google-Erklärung am Freitag. Daraufhin habe man die Vertraulichkeitsanfrage zurückgezogen. Man arbeite weiter mit Apple zusammen, heißt es bei Google  - wobei nicht klar wurde, ob damit Google Voice oder andere Projekte gemeint sind.

Nun ist zu lesen, dass Google Anfang Juli von Apple-Marketingchef Phil Schiller über die Ablehnung der Telefonsoftware informiert worden sei. Als Grund sei angegeben worden, dass das Programm die Wählfunktion des iPhone dupliziere.

Google Voice ist ein bisher nur in den USA verfügbarer Dienst, mit dem die Nutzer mehrere Telefon-Anschlüsse verwalten können. So können beispielsweise eingehende Anrufe auf andere Telefonnummern umgeleitet werden. Zugleich bietet Google aber auch Dienste wie Sprachaufnahme und das Ausschreiben von Mailbox-Nachrichten an und tritt damit in Konkurrenz zu etablierten Telekom-Unternehmen.

Apple hatte im Juli das Google-Voice-Programm für das iPhone nicht in seine Software-Plattform App Store aufgenommen. Kurz danach zog sich Google-Chef Eric Schmidt aus dem Apple-Verwaltungsrat zurück, was von Beobachtern als Beweis für den zunehmenden Wettbewerb zwischen den beiden Unternehmen gesehen wurde. Die FCC richtete Ende Juli im Zusammenhang mit dem Fall Fragebögen an Apple, Google und den Mobilfunk-Anbieter AT&T, der in den USA das Netz für das iPhone stellt.

Eine zentrale Frage der Behörde war dabei, ob AT&T Einfluss darauf genommen habe, dass das Google-Programm nicht in den App Store kam. Apple und der Mobilfunkanbieter verneinen dies. Auch in der vollständigen Antwort von Google steht, dass es keine Kontakte mit AT&T gegeben habe.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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