Zuschlag für Avaya Nortel wird Geschäftskundensparte los

Der insolvente Telekommunikationsausrüster Nortel hat sich von seiner Geschäftskundensparte getrennt. Der Käufer Avaya lässt sich den Deal mehr als 900 Millionen Dollar kosten - vorausgesetzt, die Kartellbehörden stimmen dem Kauf zu.

Bangalore - Der insolvente Telekommunikationsausrüster Nortel  bekommt 900 Millionen Dollar für seine Geschäftskundensparte. Den Zuschlag habe Avaya  erhalten, teilte Nortel am Montag mit. Avaya reserviere zusätzlich 15 Millionen Dollar für ein Programm zur Mitarbeiterbindung. Im Juli hatten die beiden Unternehmen eine sogenannte "Stalking Horse"-Vereinbarung über 475 Millionen Dollar getroffen. Dabei handelt es sich um ein Gebot, das den Marktwert testen soll und das von Konkurrenten überboten werden kann.

Avaya hat sich auf Internettelefonie für Unternehmen spezialisiert und wird von den Finanzinvestoren Silver Lake und TPG Capital  kontrolliert. Der Verkauf muss noch von den Kartellbehörden in den USA, Kanada, Frankreich und Israel genehmigt werden. Die Zustimmung US-amerikanischer und kanadischer Gerichte soll in einer gemeinsamen Anhörung am 15. September eingeholt werden.

"Nortel wird mit Avaya intensiv daran arbeiten, das Geschäft bis Ende des Jahres zum Abschluss zu bringen - abhängig von der Zustimmung durch die Regulierungsbehörden", teilte Nortel mit. Es werde erwartet, dass das Geschäft im vierten Quartal 2009 abgeschlossen werden kann. In einigen europäischen Ländern müssen für diese Transaktion laut Gesetz noch die Arbeitnehmervertreter informiert und befragt werden.

Nortel hatte im Januar in den USA und Kanada Insolvenz angemeldet. Die Mobilfunksparte ging kürzlich an die schwedische Ericsson. Das deutsch-finnische Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens hatte dabei das Nachsehen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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