Samstag, 18. Januar 2020

Test Sieben Tage Windows 7

Die finale Version wird an Entwickler und PC-Hersteller ausgeliefert, doch Privatanwender können erst ab dem Verkaufsbeginn am 22. Oktober ausprobieren, was das neue Windows wirklich kann. Ein siebentägiger Praxistest vermittelt erste Eindrücke. Lesen Sie unser Windows-Tagebuch.

1. Tag

Windows 7 wird installiert. Das Setup-Programm fragt nach Spracheinstellungen, bei der Testversion handelt es sich um die englischsprachige Finalfassung von Windows 7 Ultimate. In nur 20 Minuten ist die Installation abgeschlossen. Auf dem eher leistungsschwachen Testrechner (Intel-Prozessor mit 2,33 Gigahertz, 1 Gigabyte RAM, Nvidia-Grafikkarte mit 128 MB RAM) werden 7,5 Gigabyte (GB) an Daten abgelegt. Beim Vorgänger Vista waren es noch rund zehn GB.

Die Internetverbindung ist sofort da, bereitgestellt vom DSL-Modem und angezeigt von einem Icon in der rechten Hälfte der Taskleiste. Damit ist auch die Onlineaktivierung von Windows 7 eine Sache von wenigen Sekunden. Kein Windows ohne Virenschutzprogramm - aus dem Netz wird das kostenlose AntiVir von Avira heruntergeladen und installiert. Dabei ist eine Sicherheitsnachfrage zu beantworten. Ansonsten hält sich Windows 7 mit Fragen zurück - ein angenehmer Unterschied zu Vista.

2. Tag

Wo ist eigentlich das Programm für die E-Mail? Windows 7 enthält weder ein Outlook Express noch ein Windows Mail wie noch in Vista.

Stattdessen enthält das Startmenü eine Verknüpfung zur Website von Windows Live. Dort kann man eine Software für die Nutzung der Internetdienste von Microsoft Börsen-Chart zeigen herunterladen, darunter Mail, Messenger, eine Fotogalerie und den Movie Maker.

Mail entpuppt sich als schlankes und schnelles Programm, mit dem man auch E-Mail-Accounts anderer Anbieter als Microsoft/Hotmail einrichten kann. Die Fotogalerie kann als einfache Bildverwaltung verwendet werden, ermöglicht schnelle Korrekturen und bietet Präsentationen von der Diaschau bis zur Webpräsentation.

3. Tag

Der bonbonfarbene Standarddesktop von Windows 7 wird ausgetauscht. Zur Auswahl stehen verschiedene Motive, die auch automatisch wechseln. Für zusätzliche Abwechslung sorgen die "Gadgets" - Mini-Anwendungen wie Uhr, Kalender oder Wetterbericht, die nun frei auf dem Desktop platziert werden können. Beim Vorgänger Vista waren sie noch im festen Rahmen der Sidebar untergebracht.

Die Taskleiste zeigt alle geöffneten Programme übersichtlich nebeneinander an. Sind mehrere Fenster einer Software geöffnet - etwa Texte, Tabellen und Präsentationen in OpenOffice - werden diese in einem einzigen Symbol repräsentiert. Erst wenn man mit der Maus darüber fährt, werden die einzelnen Fenster darüber angezeigt und können von dort auch mit Linksklick geschlossen werden. Ein Rechtsklick auf das Anwendungssymbol listet unter anderem die zuletzt mit diesem Programm genutzten Dokumente auf.

Schnell gewöhnt man sich an die intuitivere Verteilung der Fenster auf dem Desktop: Um ein Fenster auf die Maximalgröße zu bringen, schiebt man es zum Beispiel einfach an den oberen Bildschirmrand.

Um zwei Fenster nebeneinander darzustellen, wird das eine an den rechten, das andere an den linken Rand bewegt. Ganz rechts in der Taskleiste findet sich eine Schaltfläche, die alle Fenster transparent macht und so mit einem Klick den Desktop zum Vorschein bringt. Will man nur ein bestimmtes Fenster im Blick haben und die anderen schlagartig zum Verschwinden bringen, muss man es an der Titelleiste anfassen und mit der Maus "schütteln".

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