Samstag, 18. Januar 2020

Ifa-Fototrends Kompaktknipsen und Lächelkameras

Auf der Ifa wollen die Kamerahersteller mit neuen Kompaktmodellen punkten, die vor allem auf höhere Bildqualität und mehr Brennweite ausgelegt sind. Aber auch merkwürdige Gimmicks wie 3D-Fotos und lächelnde Fotoapparate sollen Kunden locken. Die Kameratrends der Ifa im Überblick.

Hamburg - Nachdem die Kamerahersteller den Kunden jahrelang den Irrtum erklärt haben, mehr Megapixel würden mehr Bildqualität bedeuten, drehen sie die alte Verkaufstaktik nun einfach um: Auf der Ifa zeigt Canon zum Beispiel etliche Kompaktkameras, die weniger Auflösung bieten als ihre Vorgängermodelle, aber dafür weniger Verzerrungen und Artefakte in die Bilddateien schreiben sollen.

Ob höhere Bildqualität, Kompaktknipsen mit Wechselobjektiven oder die grinsende Kamera - die Fotoneuheiten der Ifa im Überblick.

Panasonic Lumix GF1: Kleine Kamera mit Wechselobjektiven

Im Sommer verblüffte Olympus Börsen-Chart zeigen Hobbyfotografen erst mit einer gerade mal 330 Gramm schweren, recht kompakten Kamera, bei der man die Objektive wie bei Spiegelreflex-Knipsen wechseln kann. Die Olympus EP-1 bekommt nun Konkurrenz: Panasonic Börsen-Chart zeigen bietet eine ganz ähnlich konzipierte Kamera zwischen Kompaktknipse und Spiegelreflex. Die Lumix GF1 hat wie auch die EP-1 einen Four-Thirds-Fotosensor, der erheblich größer (2,24 Quadratzentimeter) ist als die aller Kompaktknipsen (mit Ausnahme der Sigma DP-1 und DP-2), was weniger Bildrauschen bedeutet.

Der Funktionsumfang der GF1 ähnelt dem der EP-1: HD-Video (720p), aber kein Eingang für ein externes Mikro, Ultraschallreinigung des Bildsensors, 12 Megapixel. Unterschiede: Das Display der Panasonic hat eine doppelt so hohe Auflösung wie das der Olympus, außerdem ist ein (nicht allzu starker) Blitz im Gehäuse integriert, dafür fehlt der bei der EP-1 integrierte Bildstabilisator.

Ob der ebenfalls kontrastbasierte Autofokus der GF-1 bei schlechten Lichtverhältnissen ähnlich langsam arbeitet wie der der Olympus-Kamera, müssen Tests zeigen. Die Preisempfehlungen der Zwitterkameras von Olympus- und Panasonic liegen auf ähnlichem Niveau: Im Paket mit einem MicroFourThirds-Standardzoom-Objektiv (14-45 Millimeter) soll die EP-1 799,- Euro, die GF-1 849,- Euro kosten.

Interessant ist die Auswahl an Objektiven für die neue Zwitterkamera: Zum Start der GF-1 stellte Panasonic ein von Leica Börsen-Chart zeigen entworfenes Makro-Objektiv (90 mm Kleinbild-äquivalente Brennweite) und ein eigenes, lichtstarkes Pancake-Objektiv (2,25 Zentimeter dick, 40 Millimeter Kleinbild-äquivalente Brennweite, f/1,7).

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