Telefonica Allianz in China

China Unicom und Telefonica vertiefen ihre Zusammenarbeit mit einem milliardenschweren Aktientausch. Der drittgrößte chinesische Telefonkonzern übernimmt knapp 1 Prozent am spanischen Telefonanbieter, Telefonica stockt seinen Unicom-Aktienanteil auf über 8 Prozent auf.

Madrid - Die spanische Telefongesellschaft Telefonica  und die chinesische China Unicom  weiten ihre Zusammenarbeit aus. In einer strategischen Allianz wollen die beiden Telekomkonzerne künftig etwa gemeinsam in Infrastruktur investieren und Dienstleistungen für multinationale Konzerne anbieten, teilte Telefonica am Sonntagabend mit.

Besiegelt wird die Zusammenarbeit mit einem Aktientausch: Telefonica weitet nach der Vereinbarung seinen Anteil an Unicom auf 8,06 Prozent von zuvor 5,38 Prozent aus, während Unicom durch die Transaktion zwischen 0,885 und 0,892 Prozent an Telefonica halten wird. Insgesamt investieren beide Unternehmen jeweils eine Milliarde Dollar in den Partner.

Zudem soll ein Austauschprogramm für die Manager beider Unternehmen eingerichtet werden. Telefonica und China Unicom kooperieren bereits in verschiedenen Bereichen. Dazu gehört eine Plattform, auf der kleine Softwareanwendungen für das Handy entwickelt werden. China Unicom wird künftig auch Apples iPhone in China vertreiben.

Telefonica-Chef Cesar Alierta sagte, er sei froh über die Allianz, die den Kundenstamm der beiden Unternehmen auf rund 550 Millionen aufbaue. Damit fordern die beiden Chinas größten Telekomkonzern heraus. Der Marktführer China Mobile  kam zuletzt aus eigener Kraft auf knapp eine halbe Milliarde Kunden.

manager-magazin.de mit Material von dpa