T-Mobile UK Milliardengebote für Telekom-Tochter

Im Rennen um die britische Telekom-Tochter T-Mobile UK haben Vodafone und die spanische Telefonica einem Bericht zufolge Gebote von über mehr als vier Milliarden Euro vorgelegt. Derweil einigt sich Telefonica mit China Unicom auf einen Aktientausch.

London - Das Bieterverfahren sei fortgeschritten und eine Entscheidung werde binnen Wochen erwartet, meldete die "Sunday Times" am Sonntag ohne Nennung von Quellen. Allerdings zögere die Deutsche Telekom , zu dem gebotenen Preis zu verkaufen, weil dies weitere Abschreibungen in der Sparte mit sich brächte. Die Telekom ziehe eine Fusion von T-Mobile UK mit der Mobilfunktochter von France Telecom , Orange , vor.

Die Deutsche Telekom und Telefonica  wollten sich zu dem Zeitungsbericht nicht äußern. Von Vodafone  war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Telekom hat bisher darauf verwiesen, sich bei seinem britischen Sorgenkind alle Optionen offenzuhalten, nachdem die Bonner auf das Geschäft 1,8 Milliarden Euro abschreiben mussten. T-Mobile UK müht sich bereits seit Jahren auf dem hart umkämpften britischen Mobilfunkmarkt ab.

Telefonica einigte sich unterdessen mit China Unicom  auf einen Aktientausch im Volumen von einer Milliarde Dollar. Damit erhöhe Telefonica seinen Anteil an dem chinesischen Konzern auf gut 8 Prozent, während Unicom in den Besitz von knapp 0,9 Prozent an Telefonica komme, teilte Telefonica am Sonntag mit.

manager-magazin.de mit Material von reuters