Quartalszahlen Für Sun bleibt es düster

Sun Microsystems kommt nicht aus den roten Zahlen. Dem US-Serverhersteller, der kurz vor der Übernahme durch den Softwarekonzern Oracle steht, bricht im vierten Quartal abermals der Umsatz weg. Mit einem Verlust von 20 Cent je Aktie verfehlt Sun zudem die Erwartungen der Analysten.

Santa Clara - Der Verlust habe im vierten Quartal bei 147 Millionen Dollar (103 Millionen Euro) gelegen, teilte Sun Microsystems  in Santa Clara mit. Im Vorjahr war im Vergleichszeitraum noch ein Gewinn von 88 Millionen Dollar entstanden. Der Umsatz sank im vierten Geschäftsquartal, das am 30. Juni endete, um 31 Prozent auf 2,63 Milliarden Dollar. Damit bestätigen sich die düsteren Prognosen, die Sun Mitte Juli für das vierte Geschäftquartal abgab.

Der Verlust je Aktie belief sich auf 20 Cent. Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten, die mit einem Minus von lediglich sieben Cent je Anteilsschein gerechnet hatten.

Sun baut Hochleistungsserver, die bei vielen Telekom-Firmen und Banken zum Einsatz kommen. Der Erfinder der Java-Software hat sich jedoch nie ganz vom Platzen der Internetblase erholt und verbuchte jahrelang Verluste. Derzeit macht ihm vor allem zu schaffen, dass Firmen angesichts der Wirtschaftskrise ihre Ausgaben für neue Systeme herunterfahren.

Das Unternehmen wurde kürzlich zum Übernahmeziel des US-Softwarekonzerns Oracle . Der SAP-Konkurrent will sich Sun Microsystems bis Ende August für sieben Milliarden Dollar einverleiben. Am 16. Juli hatten die Aktionäre das Oracle-Angebot angenommen, Mitte August hatte die Aufsichtsbehörde der Übernahme zugestimmt.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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