Verluste MySpace drückt News Corp. in die roten Zahlen

Sinkende Werbeeinnahmen bei Fernsehsendern und Zeitungen haben den Umsatz der News Corp. von US-Medienmogul Rupert Murdoch auf Talfahrt geschickt. Murdoch sprach zum Abschluss des Geschäftsjahres vom schwersten Jahr seit Langem. Hohe Abschreibungen auf das Internetgeschäft lasteten schwer.

New York - Der Umsatz sei im vierten Quartal um knapp 11 Prozent auf rund 7,7 Milliarden Dollar gesunken, teilte der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Unter dem Strich musste News Corp.  wie von Analysten erwartet einen Verlust von 203 Millionen Dollar hinnehmen. Ein Jahr zuvor stand noch ein Plus von 1,13 Milliarden Dollar in den Büchern.

Im gesamten Geschäftsjahr 2008/2009 fiel sogar ein Verlust von fast 3,4 Milliarden Dollar (2,4 Mrd. Euro) an. Der Umsatz schrumpfte im Gesamtjahr um 8 Prozent auf 30,4 Milliarden Dollar.

Der Konzern, der auch am deutschen Pay-TV-Sender Sky beteiligt ist, verwies als Erklärung auf Belastungen bei Fox Interactive Media - der Sparte, zu der die Internetkontaktbörse MySpace gehört. Das schwache Wirtschaftsumfeld habe deutliche Spuren in den Zahlen des Geschäftsjahres 2009 hinterlassen, sagte Murdoch. Es sei das schwerste Jahr seit Langem gewesen. Murdoch rechnet für die kommenden Monate mit einer leichten Verbesserung. Aktien des Konzerns blieben nach Börsenschluss unverändert.

Murdoch hatte in Deutschland seinen Anteil an Sky, das rechtlich noch als Premiere AG firmiert, auf knapp 40 Prozent aufgestockt. 2008 war er bei Premiere  eingestiegen und hatte eine 450 Millionen schwere Kapitalspritze organisiert, die das Münchener Unternehmen vor dem Aus bewahrte. Er baute seine Beteiligung schrittweise aus, besetzte die Führungsspitze mit eigenen Managern und setzte den neuen Namen Sky durch, den bereits andere Sender seines Imperiums tragen. Zu dem Konglomerat gehören auch das "Wall Street Journal" und die "New York Post".

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx