Samsung Milliarden fürs grüne Gewissen

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung will bis 2013 umgerechnet drei Milliarden Euro in die Entwicklung umweltschonenderer Produkte investieren. Gleichzeitig soll der Treibhausgasausstoß in den Fabriken um die Hälfte sinken.

Seoul - Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung  will sich mit einem Milliardenprogramm in ein grüneres Unternehmen verwandeln. Das Unternehmen kündigte am Montag Investitionen von umgerechnet knapp drei Milliarden Euro für die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und die Reduzierung der Emissionen seiner Werke an.

Die Fernseher, Kühlschränke oder Klimaanlagen des Herstellers sollen so energieeffizient sein, wie es dem weltweit höchsten Standard entspricht. Im Stand-by-Betrieb sollen die Geräte möglichst wenig Strom verbrauchen, hieß es.

Bei der Reduktion der Treibhausgasemission will Samsung den Angaben zufolge vor allem die Herstellung von LCD-Bildschirmen und Halbleitern ins Auge fassen. Die Produktionsbereiche emittieren besonders viele Schadstoffe.

Samsung habe sich "verpflichtet, ein wirklich grünes Unternehmen zu werden, dass das Umwelt-Management in das Zentrum von Entscheidungen und Wachstum stellt", erklärte Unternehmenschef Yoon Woo Lee.

Eine jüngste Umfrage in den Chefetagen der südkoreanischen Großunternehmen kam zu dem Ergebnis, dass 80 Prozent der Konzerne in grüne Technologie investieren wollen und diese langfristig als großes Geschäft sehen. Samsung ist der weltweit größte Hersteller von Computerchips und führender Anbieter von Fernsehgeräten, Handys und LCD-Flachbildschirmen. Das Unternehmen beschäftigt 164.600 Menschen in 61 Ländern.

manager-magazin.de mit Material von reuters und afp

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