Ifa-Vorschau HDTV der nächsten Generation

In wenigen Wochen ist es soweit: Hersteller aus aller Welt zeigen auf der Ifa in Berlin neue Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Eine Vorabveranstaltung zeigte einige Messehighlights in diesem Jahr. Ganz vorn dabei sind einmal mehr hochauflösende Fernseher.

Hamburg - Die Ifa trotzt der Krise: Trotz Wirtschaftsflaute und Bankenkrise kann sich die Berliner Messe für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte (Neudeutsch: Home Appliances) nicht über mangelnden Zuspruch beklagen. Schon im April wurde stolz vermeldet, es seien bereits 99 Prozent des Buchungsstands des Rekordjahres 2008 erreicht.

Mitverantwortlich für die große Beliebtheit der Ifa dürften aktuelle Marktzahlen sein, wonach nur 7 Prozent der Verbraucher angesichts der Krisenstimmung an Ausgaben für Unterhaltungselektronik sparen. Die Branche blickt entsprechend optimistisch nach Berlin, hofft nach der Messe wieder mit vollen Auftragsbüchern nach Hause fahren zu können.

Die nötige Vorarbeit haben die Unternehmen in den vergangenen Monaten geleistet, Tausende neuer Produkte entwickelt. Das Portfolio reicht von gigantischen und superflachen HD-Fernsehern über winzige Stromspar-PCs und gewaltigen Hifi-Anlagen bis zu Hightech-Küchengeräten, frostfreien Kühlschränken und energiesparenden Staubsaugern.

Ein Highlight der Messe sind einmal mehr TV-Geräte: Die neuen Fernseher sind noch flacher, werden immer sparsamer und verbinden sich per Kabel oder W-Lan mit dem Internet. Lesen Sie mehr dazu auf den folgenden Seiten.

Fernseher 2009 - Mehr als bloß Glotzen

Fernseher gehören traditionell zu den Highlights der Ifa. In Berlin wurden Techniken wie Pal, PalPlus und 16:9 erstmals einem großen Publikum gezeigt. Aktuell hat sich durchgesetzt, Flachbildschirme fast nur noch mit der Full-HD-Auflösung 1920 mal 1080 Bildpunkte zu entwickeln. Schick ist es außerdem, die Geräte immer schlanker zu machen, damit sie wie Bilder an der Wand hängen können.

Eine der wichtigsten Techniken hierfür: LED-Hintergrundbeleuchtung. Die lässt sich mit weit weniger Platzbedarf als herkömmliche Leuchten im TV-Gehäuse unterbringen. Weil diese Technik so neu ist, ist sie auch teuer. Einige Hundert Euro Aufpreis werden für LED-Geräte gegenüber vergleichbaren LCD-Fernsehern fällig.

Unübersehbar ist aber vor allem, dass Internetanbindung zumindest ab der oberen Mittelklasse jetzt zur Ausstattung gehört. Allerdings erscheinen manche der gebotenen Lösungen noch als Zwischenschritte, erlauben sie doch nur die Nutzung einzelner Miniprogramme (Widgets), etwa, um Börsenkurse oder Wettervorhersagen abzufragen. YouTube und echte Webseiten kann längst nicht jeder internetfähige Fernseher anzeigen.

Aber das kann noch kommen. Denn ein paar Highlights sparen sich die Hersteller bis zum Beginn der Ifa am 4. September auf.

Blu-ray-Player und HD-Receiver

Was vielen Besitzern von Flachbildfernsehern gar nicht bewusst ist: Deren Bild kann richtig gut sein. Wenn man damit allerdings nur analoges Kabelfernsehen schaut, nützt auch der beste Bildschirm nichts. Doch HDTV kommt erst langsam in Gang. Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender wollen im Sommer erstmals einen Testbetrieb in HD wagen.

Wer aber die Möglichkeiten seines HD-Fernsehers wirklich ausloten will, kommt um den Kauf eines HD-Zuspielers nicht herum. Erst mit Blu-ray, Festplattenrecorder oder HD-Receiver kann man wirklich HD-Fernsehen sehen. Bisher war das freilich ein teurer Spaß. Mit Beginn der Ifa dürften die Preise allerdings deutlich sinken, Blu-ray-Player und Co. endlich bezahlbar werden.