EDS Streik beendet, Stellenabbau beschlossen

Die Beschäftigten des Computerdienstleisters EDS haben dem Kompromiss zum Stellenabbau in ihrem Unternehmen zugestimmt. Nun dürfen maximal 300 der 500 wegfallenden Jobs über betriebsbedingte Kündigungen abgebaut werden. Ursprünglich wollte das von HP übernommene Unternehmen 1150 Stellen in Deutschland streichen.

Frankfurt am Main - Nach Angaben der IG Metall vom Montag stimmten 50,35 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung für das nach fünf Wochen Streik erreichte Ergebnis.

Um den Streik noch weiter fortzusetzen, hätten 75 Prozent gegen die Einigung mit der Geschäftsleitung stimmen müssen. Höchstens 300 der 500 wegfallenden Jobs dürfen nun nach dem gefundenen Kompromiss über betriebsbedingte Kündigungen abgebaut werden.

Ursprünglich wollte das vom US-Computerkonzern Hewlett-Packard  übernommene US- Unternehmen 1150 Stellen in Deutschland abbauen, davon 839 bei der zentralen Einheit EDS Operating Systems. Nur für diese Einheit gilt der ausgehandelte Vertrag zum Stellenabbau, der auch ein Abfindungsprogramm und eine Transfergesellschaft beinhaltet.

Die Standorte Essen, Köln/Bonner Straße, Leuna und Ludwigsburg werden demnach geschlossen. Größter EDS-Standort ist Rüsselsheim bei Frankfurt. Das Unternehmen bezifferte seine Mitarbeiterzahl in Deutschland zuletzt auf 3500. Die IG Metall bewertete den Arbeitskampf bei dem IT-Unternehmen als Erfolg.

manager-magazin.de mit Material von dpa