Philips Schwarze Zahlen trotz Umsatzeinbruch

Der Elektronikkonzern Philips hat die Märkte mit einem kleinen Gewinn erfreut - obwohl der Umsatz um ein Fünftel einbrach. Unternehmenschef Gerard Kleisterlee deutete weitere Sparmaßnahmen an.

Amsterdam - Die Wirtschaftskrise macht dem niederländischen Elektronikkonzern Philips  zu schaffen. Die Umsätze brachen im zweiten Quartal um rund ein Fünftel auf 5,2 Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Erlöse mit Unterhaltungselektronik gingen erneut um 30 Prozent zurück.

Trotzdem schaffte es das Unternehmen, dank des Verkaufs der Anteile am britischen Set-Top-Boxen-Hersteller Pace unterm Strich schwarze Zahlen zu schreiben und kam auf einen Nettogewinn von 45 Millionen Euro. Analysten hatten mit deutlich schlechteren Zahlen gerechnet. Die Aktie legte in einem eher schwachen Umfeld knapp 2 Prozent zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verschlechterte sich allerdings von 303 Millionen im Vorjahr auf acht Millionen Euro.

Was die Umsätze angehe, bleibe er auch für den Rest des Jahres vorsichtig, sagte Unternehmenschef Gerard Kleisterlee. Er rechne aber damit, dass sich sein Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte operativ besser entwickeln werde als in der ersten. Die Kosteneinsparungen begännen sich auszuzahlen. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage werde er aber nicht vor weiteren Sparmaßnahmen zurückschrecken.

Philips hatte sein Sparprogramm im ersten Quartal von 400 auf 500 Millionen Euro ausgeweitet, um den Abschwung abzufedern. Im Januar hatte Kleisterlee den Abbau von 6000 Stellen in diesem Jahr angekündigt.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters