Sparkurs Canon baut 700 Stellen ab

Die Chipindustrie steckt in der Krise. Die Preise fallen. Nun zieht der japanische Elektronikkonzern Canon Konseqenzen und streicht in seiner Chip-Sparte rund 700 Arbeitsplätze.

Tokio - Betroffen seien vor allem Mitarbeiter in Japan, die in andere Abteilungen überführt werden sollten, teilte Canon mit. Der Konzern rechnet in diesem Jahr mit einem Verlust von 285 Millionen Dollar in dieser Sparte. Canon  leidet wie der niederländische Branchenführer ASML  und der japanische Rivale Nikon  unter der schwachen Nachfrage.

Die Chipindustrie drückt seit mehr als zwei Jahren eine steile Talfahrt und ein heftiger Preisverfall, weshalb viele Hersteller ihre Produktion massiv gedrosselt haben und einen Sparkurs fahren.

Canon hatte für das erste Quartal dieses Jahres einen Ergebniseinbruch gemeldet. Der Gewinn war gegenüber dem Vorjahresquartal um 83 Prozent auf 17,7 Milliarden Yen (rund 145,3 Millionen Euro) eingebrochen. Der Umsatz fiel um 32 Prozent auf 687 Milliarden Yen. Das Unternehmen rechnet für die reguläre Geschäftsentwicklung für die nächsten Monate mit einer schlechteren Entwicklung.

Das Geschäft mit Druckern, Kopierern und digitalen Kameras stagniere beziehungsweise schrumpfe, allein bei digitalen Spiegelreflexkameras sei das Ergebnis solide. Dennoch hob das Unternehmen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr um 12 Prozent an. Canon begründete dies mit einem schwachen Yen sowie mit dem Versprechen, die Kosten zu senken.

manager-magazin.de mit Material von reuters