Google Zentrale Rufnummer getestet

Ein neuer Dienst des US-Internetskonzerns Google wird derzeit in den USA getestet. Googles Vision ist eine Telefonnummer für alle Telefone. Ob der Dienst auch auf Deutschland übertragbar ist, ist noch unklar.

Mountain View - Google testet die Betaversion eines neuen Dienstes auf dem amerikanischen Markt. Am Donnerstag gab der Internetkonzern bekannt, erste Einladungen zur Teilnahme an Google  Voice verschickt zu haben. Mit dem Dienst können Nutzer eine zentrale Telefonnummer einrichten, die alle Anrufe individuell auf verschiedene Festnetz- oder Mobilgeräte weiterleitet. Nutzer können bestimmen, welche der Telefone klingeln soll, wenn eine bestimmte Person anruft.

Eingehende Nachrichten werden auf einer Voicebox im Internet gesammelt hinterlassen. Die Nachrichten lassen sich dann online oder über jedes der registrierten Telefone abrufen. Sprachnachrichten kann Google auch transkribieren und als E-Mail oder SMS verschicken.

Google hatte im Jahr 2007 die erst zwei Jahre existierende Internetfirma Grand Central gekauft, die den Service der alleinigen Telefonnummer zum Geschäftsmodell hat. Grand Central benutzt eine internetbasierte Software, die es möglich macht, mit herkömmlichen Geräten über das Internet zu telefonieren.

Google Voice besteht zunächst nur für bestehende Grand-Central-Kunden, bald soll der Dienst aber auch für andere Kunden in den USA offenstehen. In Deutschland stellen hohe Vermittlungsgebühren eine Hürde für die Einführung von Google Voice dar.

Wie am Donnerstag ebenfalls bekannt wurde, testet Google jetzt Werbung auf dem Handy: Der Internetkonzern blendet testweise Anzeigen in Programme für das iPhone sowie Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Android ein. Dafür setzt das Unternehmen auf sein Werbenetzwerk AdSense. Die Entwickler populärer Zusatzprogramme können sich um eine Kooperation bewerben.

Über das Werbenetzwerk AdSense können Website-Betreiber Anzeigen auf ihren Seiten einblenden, die Werbetreibende über Google schalten. Den Umsatz teilen beide Seiten in einem nicht bekannten Verhältnis. Bei den Applikationen sei es möglich, gezielt Text- oder Bildanzeigen zu schalten, hieß es bei Google. Als Kriterien nennt der Konzern unter anderem Suchbegriffe, Aufenthaltsort und Alter des Nutzers.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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