Oracle "Ziemlich gut" durch die Krise

SAP-Rivale Oracle hat die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bisher besser verkraftet als erwartet. Der Nettogewinn fiel im vierten Geschäftsquartal zwar einstellig. Der bereinigte Gewinn und auch die wichtigen Softwareerlöse lagen jedoch klar über den Erwartungen - auch den eigenen.

Boston - Der Nettogewinn fiel um 7 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar, wie der weltweit drittgrößte Software-Hersteller am Dienstagabend mitteilte. Der bereinigte Gewinn habe mit 46 Cent je Aktie aber über den Markterwartungen gelegen. Auch die Softwareerlöse fielen mit einem Minus von 13 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar nicht so stark wie von Analysten befürchtet. In mehreren Bereichen habe Oracle SAP Marktanteile abjagen können. Die Aktien des Unternehmens aus Redwood City in Kalifornien legten nachbörslich knapp 3 Prozent zu.

Mit dem Ergebnis übertraf Oracle auch seine eigenen Prognosen vom März, als das Management vor den Folgen der Rezession und des starken Dollar warnte. Die bereinigte operative Marge stieg nun um 2,4 Prozentpunkte auf 51 Prozent und erreichte damit einen neuen Rekordwert.

Damit überraschte der Konzern, der bei Datenbanken auch mit Microsoft und IBM konkurriert, die Börsianer erneut positiv. Bereits im dritten Quartal hatte der Konzern die Krise dank seines Sparkurses, höherer Lizenz- und Wartungseinnahmen sowie steigender Marktanteile vergleichsweise gut weggesteckt.

Auch für das laufende Quartal zeigte sich Oracle-Chef Larry Ellison optimistisch. Das Unternehmen sei "ziemlich gut" durch die Wirtschaftskrise gekommen und von den Kunden vernehme er nun wieder eine wachsende Investitionsbereitschaft.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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