ProSiebenSat.1 "Keine Verkaufsgespräche"

Der Mehrheitseigner Permira verfolgt nach eigenen Angaben derzeit keine Pläne, den TV-Konzern ProSiebenSat.1 zu verkaufen - trotz der schwelenden Krise am Werbemarkt. Auch ein Zerschlagen des TV-Konzerns ist laut Permira-Manager und PSM-Chefkontrolleur Götz Mäuser ausgeschlossen.

München - Die hohen Investitionen in die Qualität der Programme hätten "nichts mit Verkaufsplanungen oder Ähnlichem zu tun", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende von ProSiebenSat.1 , Götz Mäuser, am Tag vor der Hauptversammlung des Unternehmens der "Süddeutschen Zeitung".

Nachdem der frühere ProSiebenSat.1-Finanzvorstand Lothar Lanz Anfang Mai zum Medienkonzern Axel Springer ("Bild", "Welt") wechselte, gab es Gerüchte über einen möglichen zweiten Übernahmeversuch durch das Berliner Unternehmen. Der Aufsichtsratschef wies diese Gerüchte zurück. "Die Großaktionäre führen keine Gespräche mit der Axel Springer AG zum Verkauf von ProSiebenSat.1", sagte Mäuser der Zeitung. Auch eine Zerschlagung des Unternehmens sei kein Thema. Der Konzern werde keine Teile des Kerngeschäfts herauslösen und verkaufen.

ProSiebenSat.1 ("ProSieben", "Sat.1", "Kabel 1", "N24") leidet derzeit unter der Krise am Werbemarkt. Zudem belasten Schulden von rund 3,5 Milliarden Euro das Unternehmen. Angesichts des schlechten wirtschaftlichen Umfelds könne aber nicht mit zunehmenden Investitionen ins Programm gerechnet werden, sagte Mäuser, der als Manager für den Finanzinvestor Permira tätig ist. Zusammen mit dem Finanzinvestor KKR hält Permira seit Ende 2006 die Mehrheit an ProSiebenSat.1.

manager-magazin.de mit Material von ddp