Urteil Vodafone droht milliardenschwere Steuernachzahlung

Der Mobilfunkkonzern Vodafone ist in einem Steuerstreit unterlegen. Die Briten müssen nun mit einer Nachzahlung in Höhe von 2,5 Milliarden Euro rechnen. Grund für das Verfahren ist die Steuerzahlung für eine Vodafone-Tochter in Luxemburg.

London - Die Entscheidung könnte Vodafone  bis zu 2,2 Milliarden Pfund (2,5 Milliarden Euro) kosten, nachdem ein Berufungsgericht am Freitag dem Einspruch der britischen Steuerbehörde gegen eine Entscheidung des Obersten Gerichts stattgab.

Im Juli hatte die Steuerbehörde Einspruch gegen ein Urteil des Obersten Gerichts eingelegt, nachdem dieses zugunsten des Telekomkonzerns entschieden hatte. In dem Fall geht es um die Zahlung von Steuern für eine in Luxemburg ansässige Vodafone-Tochter.

In ihrem jüngsten jährlichen Geschäftsbericht hatte Vodafone im Zusammenhang mit dem Steuerstreit Rückstellungen von rund 2,2 Milliarden Pfund ausgewiesen. Experten erwarten jedoch, dass der zu zahlende Betrag wegen der fälligen Zinszahlungen leicht über der im Geschäftsbericht ausgewiesenen Summe liegen könnte.

Das Gericht ließ die Berufung an das britische Oberhaus nicht zu. Es wird damit gerechnet, dass sich das Unternehmen nun direkt an das Oberhaus wendet.

manager-magazin.de mit Material von ddp