Bertelsmann-Zahlen Gütersloh sieht rot

Der Medienkonzern Bertelsmann ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Die Gütersloher machen schwache Werbemärkte und zurückhaltende Verbraucher für den zweistelligen Millionenverlust verantwortlich.

Gütersloh - Die Werbe- und Konsumzurückhaltung infolge der globalen Wirtschaftskrise habe zu einem Umsatz- und Ergebnisrückgang geführt, teilte Bertelsmann am Dienstag mit. Außerdem sei das Vorjahresquartal stark verlaufen, nicht zuletzt weil im Vorjahreszeitraum die werbeintensiven Ostertage enthalten waren. Für das Gesamtjahr geht Bertelsmann von einem Rückgang beim Umsatz und beim operativen Ergebnis aus.

Unter dem Strich stand ein Verlust von 78 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Gütersloh mitteilte. Von Januar bis März 2008 hatte Bertelsmann noch einen Gewinn von 35 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis (Operating Ebit) brach auf 115 Millionen Euro ein von 253 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz verringerte sich auf 3,5 Milliarden Euro von 3,8 Milliarden.

"Die kommenden Monate werden bei Bertelsmann weiterhin im Zeichen strikter Kostendisziplin stehen, um die Auswirkungen der Krise auf das Geschäft zu minimieren", hieß es in der Pressemitteilung. Positive Impulse erwartet der Medienkonzern aus dem Servicegeschäft, das eine steigende Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen verzeichnet.

Im vergangenen Jahr erzielte das weltweit tätige Unternehmen mit rund 100.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 16,1 Milliarden Euro und einen Gewinn von 207 Millionen Euro. Zu Bertelsmann gehören die RTL Group, der Buchverlag Random House, der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, der Mediendienstleister Arvato und die Direct-Group-Medienclubs.

manager-magazin.de mit Material von ddp und reuters