Sony Ericsson 2000 Mitarbeiter sollen gehen

Die Handybranche befindet sich im freien Fall. Nachdem Nokia bereits schlechte Zahlen vorlegte, meldet nun Sony Ericsson einen dramatischen Absatzeinbruch. Das Unternehmen reagiert mit einem drastischen Sparprogramm.

London - Der Handyhersteller Sony Ericsson verdoppelt nach einem dramatischen Absatzeinbruch und roten Zahlen zu Jahresbeginn seine Sparanstrengungen. 2000 weitere Mitarbeiter sollen gehen, teilte das Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Elektronikkonzerns Sony  und des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson  am Freitag in London mit.

Damit will das Unternehmen weitere 400 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Sony Ericsson schätzt, dass die branchenweiten Handyverkäufe in diesem Jahr um mindestens 10 Prozent unter den 1,19 Millionen des Vorjahres liegen werden. Bislang hatte das Unternehmen nur ein halb so großes Abrutschen erwartet.

Der Umsatz von Januar bis März fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,70 auf 1,74 Milliarden Euro. Das führte zu einem Verlust vor Steuern von 370 Millionen Euro nach einem Gewinn von 193 Millionen Euro. Ein Minus in dieser Größenordnung hatte Sony Ericsson bereits vor vier Wochen vorhergesagt.

Unterm Strich verschlechterte sich das Ergebnis von plus 133 auf minus 293 Millionen Euro. Bereits am Vortag hatte Branchenprimus Nokia  katastrophale Zahlen für den Jahresauftakt vermeldet, aber gleichzeitig die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt geweckt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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