Apple Steve Jobs bleibt am Ball

Trotz seiner krankheitsbedingten Auszeit hat Apple-Chef Steve Jobs das Unternehmen fest im Griff, heißt es in einem Pressebericht. Der Manager arbeite von Zuhause aus an wichtigen Produkten und Strategien mit. Im Juni soll er wieder am Start sein.

New York - Apple-Chef Steve Jobs bleibt einem Medienbericht zufolge trotz seiner krankheitsbedingten Auszeit eng in die wichtigsten Unternehmensentscheidungen eingebunden. Jobs arbeite von Zuhause aus an wichtigen Strategien und an der Entwicklung neuer Produkte mit, während COO Tim Cook weiter für das Tagesgeschäft verantwortlich zeichnet, berichtete das "Wall Street Journal" (Samstagausgabe) unter Berufung auf informierte Personen.

Er sei vor allem an der Benutzeroberfläche des Betriebssystems für das neue iPhone beteiligt gewesen. Wegen einer schweren Erkrankung hat Jobs eine Auszeit bis Juni 2009 genommen. Früheren Angaben zufolge handelt es sich um eine Hormonstörung. Nach dem Bericht der Zeitung gehen mit dem Unternehmen vertraute Personen weiter davon aus, dass Jobs im Juni zurückkehrt.

Der 54-Jährige, der als treibende Kraft hinter dem Apple-Erfolg gilt, war vor mehreren Jahren wegen einer seltenen Krebserkrankung erfolgreich operiert worden. Sein Gesundheitszustand hatte seit Sommer 2008 Spekulationen geschürt und die Anleger verunsichert. Anfang dieses Jahres wurden auch Gerüchte laut, Jobs erwäge eine Lebertransplantation.

Jobs selbst hatte lediglich bekanntgegeben, sich für fünf Monate aus dem Geschäft zurückziehen zu wollen, da seine Gesundsheitsprobleme komplexer seien als ursprünglich angenommen. Neben Cook, der Jobs bereits zwei Monate während dessen Krebsoperation vertreten hatte, sollen auch der Marketing-Chef Phil Schiller sowie der für die Produktion zuständige Jonathan Ive die derzeit durch Jobs Krankheit entstandene Lücke füllen.

Apple  wird wie wenige andere Konzerne mit der Person seines Vorstandsvorsitzenden identifiziert. Jobs gilt als der charismatische Lenker des von ihm 1976 zusammen mit Stephen Wozniak gegründeten Unternehmens. Jobs hat Apple von einem reinen Computerhersteller zu einem breit aufgestellten Elektronikkonzern geführt.

Anfang dieses Jahres hatte Wozniak in einem Interview mit dem Fernsehsender NBC das Vorgehen der Medien kritisiert, jedes Detail von Jobs Gesundheit erfahren zu wollen. Man müsse Jobs vertrauen, dass er jedem - Familie, Investoren und Öffentlichkeit - die jeweils relevanten und wichtigen Informationen zukommen lasse.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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