Wiederaufbau Der erste Computer der Welt

Zum 100. Geburtstag des Computererfinders Konrad Zuse soll der erste Computer der Welt detailliert nachgebaut werden. Einzigartig soll er werden, gebaut von Zuses Sohn Horst.

Hünfeld - Der Z3, so der Name des Geräts, soll zuerst in der Stadt Hünfeld vorgestellt und dann in Berlin vorgeführt werden. Das hat die osthessische Stadt Hünfeld mit dem Sohn des Computererpioniers, Horst Zuse, vereinbart. Der Nachbau soll im Sommer kommenden Jahres gezeigt werden.

Von Berlin aus stehe er dann zu Ausstellungszwecken anderen Museen und Einrichtungen zur Verfügung. Danach soll der PC-Nachbau einen dauerhaften Platz im Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld bekommen.

Horst Zuse will den Computer selbst zusammenstellen. Er lege bei dem Projekt Wert darauf, dass die Rechenmaschine uneingeschränkt funktionstüchtig wird und auch im praktischen Einsatz vorgeführt werden kann. Erste Sponsoren haben laut Fennel schon Interesse bekundet, das Projekt finanziell unterstützen zu wollen.

Konrad Zuse, der am 22. Juni 1910 in Berlin geboren wurde und 1995 in Hünfeld bei Fulda starb, gilt als Erfinder des Computers. Er legte sein Abitur im sächsischen Hoyerswerda ab. 1941 baute Zuse den ersten funktionierenden Digitalrechner. Der Z3 - Zuse benannte die Rechner fortlaufend - war der erste funktionsfähige, programmierbare Rechner mit sogenannten binären Gleitkommazahlen und Boulescher Logik. Dies ist noch heute die grundlegende Technik in jedem Prozessor. Mit seinem "Plankalkül" entwarf er zudem die erste universelle Programmiersprache der Welt.

manager-magazin.de mit Material von dpa