LCD-Joint-Venture Toshiba soll Panasonic herauskaufen

Toshiba und Panasonic verhandeln offenbar über die Zukunft ihrer gemeinsamen LCD-Tochter. Der Elektronikkonzern Panasonic dränge den Konkurrenten Toshiba laut einem Pressebericht zur Übernahme des eigenen 40-Prozent-Anteils.

London - Wie die "Financial Times" (FT, Dienstagausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, könnte Toshiba  den Wettbewerber Panasonic  aus der gemeinsamen Display-Tochter herauskaufen.

Das Gemeinschaftsunternehmen ist der zweitgrößte Hersteller von kleinen Displays, wie sie in Handys eingesetzt werden. Elektronikgeräte verkaufen sich aber wegen der Wirtschaftsflaute nur noch schleppend, weshalb bei dem LCD-Joint-Venture hohe Verluste anfallen.

Panasonic will sich nach Angaben der Zeitung auf Fernsehdisplays konzentrieren. Für Toshiba wiederum böte sich durch die Komplettübernahme die Möglichkeit, seine fortgeschrittene Entwicklung von organischen Leuchtdioden (OLED) besser in Produkte umzusetzen. Die sogenannten OLEDs gelten angesichts ihrer geringen Stromaufnahmen als Displaytechnologie der Zukunft.

Der Verkauf fände unter schwierigen Rahmenbedingungen statt: Sowohl Toshiba als auch Panasonic erwarten in dem heute endenden Geschäftsjahr Verluste. Die Wirtschaftskrise hat alle asiatischen Elektronikkonzerne schwer getroffen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx