Mobiltelefone Telekom sperrt Skype aus

iPhone und Blackberry-Nutzer könnten sich eigentlich freuen. In den kommenden Wochen will der Ebay-Ableger Skype seine Software auch für die beiden mobilen Telefone anbieten. Doch wer bei T-Mobile einen Vertrag hat, funkt ins Leere.

New York/Düsseldorf - Der Internettelefon-Anbieter Skype will seinen Service nun auch für das iPhone von Apple und ab Mai für den Konkurrenten Blackberry an. Die Ebay-Tochter will damit ihren Kundenstamm vergrößern. Es habe eine große Nachfrage für eine Service für das iPhone gegeben, sagte Scott Durchslag, der für das operative Geschäft zuständige Manager im Vorfeld der Branchenmesse CTIA in Las Vegas.

Angekündigt hat Skype den Service bereits für Nokia-Handys und Telefone mit dem Android-Betriebssystem von Google sowie Windows Mobile von Microsoft. Die Anwendung für das iPhone kann kostenlos heruntergeladen werden. Der Nutzer kann mit ihr umsonst mit anderen Skype-Nutzern telefonieren. Für andere Gespräche fallen Gebühren an.

Kunden der Deutschen Telekom werden den neuen Skype-Service allerdings nicht nutzen können. Voice oder IP und Instant Messaging (die sofortige Nachrichtenübermittlung) seien bei der Mobilfunktochter T-Mobile vertraglich ausgeschlossen, erklärte ein T-Mobile-Sprecher. Damit solle die Qualität des eigenen Netzes geschützt werden. Zum einen würde mit einem solchen Dienst das Netz überlastet, zum anderen könne nicht die gleiche Sprachqualität garantiert werden, der enttäuschte Kunde trenne aber nicht zwischen der Telekom und Skype als Anbieter. Branchenbeobachter mutmaßen jedoch auch, dass die Telekom mit dem Skype-Ausschluss vermeiden will, Gebühreneinnahmen zu verlieren.

manager-magazin-de mit Material von reuters