Berliner Verlag Mecom-Aktionäre stimmen Verkauf an DuMont zu

Der Weg für den Verkauf der deutschen Titel des Zeitungsimperiums Mecom an das Medienhaus M. DuMont Schauberg ist frei. Die Aktionäre des angeschlagenen Konzerns stimmten bei einer Hauptversammlung am Montag in London für den Verkauf des Berliner Verlags mit seinem Flaggschiff "Berliner Zeitung".

Berlin/London - Die Entscheidung fiel einstimmig, wie das Unternehmen des britischen Investors David Montgomery mitteilte. Das Bundeskartellamt hatte schon zuvor grünes Licht für das Geschäft gegeben. Der Chefredakteur der "Berliner Zeitung", Josef Depenbrock, verabschiedete sich am Montagmorgen bei der Ressortleiter-Konferenz.

Brigitte Fehrle soll, wie Medien kürzlich berichteten, vom Hauptstadtbüro der "Zeit" wieder zur "Berliner Zeitung" auf eine nicht genau bekannte Position in der Chefredaktion wechseln. Wer Depenbrocks Nachfolger wird, wurde noch nicht mitgeteilt. Der Verlag M. DuMont Schauberg wollte sich am Montag nicht zu Personalien äußern und verwies auf eine Erklärung am Dienstag. Am Vormittag ist auch eine Mitarbeiterversammlung der "Berliner Zeitung" mit den neuen Eigentümern geplant.

Zu Montgomerys BV Deutscher Zeitungsholding gehören auch der "Berliner Kurier", das Stadtmagazin "Tip" und das Internet- Nachrichtenportal "Netzeitung". DuMont Schauberg ("Kölner Stadt-Anzeiger", "Frankfurter Rundschau") hatte den Zuschlag für 152 Millionen Euro bekommen. Zu den norwegischen Titeln, die Mecom verkauft, zählen die "Sunnmorsposten" und die "Romsdals Budstikke". Sie sollen von der norwegischen Polaris Media übernommen werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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