IBM/Sun Buchprüfung verzögert Kaufangebot

Das erwartete Übernahmeangebot des Serverherstellers IBM für Sun Microsystems verzögert sich offenbar. Der Grund: IBM prüft laut einem Pressebericht derzeit die Bücher des Rivalen. Dass das Übernahmeangebot kommt, werde aber nicht bezweifelt.

New York - Das "Wall Street Journal Europe" (Montagausgabe) berichtet von der Buchprüfung bei Sun  unter Berufung auf mehrere mit der Situation vertraute Personen. Es sei derzeit nicht abzuschätzen, wie lange die Sichtung der Verträge und sonstigen Dokumente durch IBM  dauere, hieß es weiter. Zweifel daran, dass das Übernahmeangebot kommt, gebe es aber keine.

Am vergangenen Mittwoch hatte die Zeitung zum ersten Mal über den anstehenden Zukauf berichtet. Die Unternehmen selbst halten sich dazu bedeckt. Laut "Wall Street Journal Europe" dürfte der Preis für Sun zwischen 6,5 und 8,0 Milliarden Dollar liegen. Das wäre mehr als das Doppelte des Börsenwerts vor Bekanntwerden der IBM-Ambitionen. Danach schoss die Sun-Aktie kräftig in die Höhe.

Die Buchprüfung sei ein normales Vorgehen von IBM, hieß es. Sun sei ein sehr komplexes Unternehmen. Laut der Zeitung hat Sun selbst seit Monaten nach einem Käufer gesucht. IBM biss demnach an. Beide Konzerne stellen Großrechner samt der passenden Prozessoren her und sind stark bei Open Source Software engagiert. IBM hat allerdings durch sein starkes Dienstleistungsgeschäft die Wirtschaftsflaute wesentlich besser verkraften können als Sun.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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