Empolis Bertelsmann verkauft Softwareschmiede

Der Medienkonzern Bertelsmann veräußert sein Softwareunternehmen Empolis, das bisher zur Konzerntochter Arvato gehörte. Die Begründung der Gütersloher: "Wir sind kein Softwarehaus".

Düsseldorf - Der Medienkonzern Bertelsmann veräußert seine Softwareschmiede Empolis. Das sagte ein Empolis-Sprecher gegenüber manager-magazin.de und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts" (Montagausgabe).

Ein Bertelsmann-Sprecher hatte der Zeitung gesagt, der Verkauf sei aus strategischen Gründen notwendig geworden. "Wir sind kein Softwarehaus", hieß es in Gütersloh zur Begründung.

Käufer ist die in der Schweiz ansässige Holding Attensity Empolis Europe AG des US-Investors Ian Bonner. Der vom früheren IBM-Manager und heutigen Vorstandschef geführte Datenmanagementkonzern Attensity Empolis übernimmt rückwirkend zum 1. Januar 2009 alle Anteile des Unternehmens, das auf Software für semantische Analysen spezialisiert ist. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Arvato, die Druck- und Mediendienstleistungstochter von Bertelsmann, soll nach den Plänen von Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski zu einer Ertrags- und Wachstumsperle werden. Allerdings zeigte das Unternehmen in der Vergangenheit einige Schwächen. "Mit Arvato haben wir deutliche Schritte nach vorn gemacht und große Kunden gewonnen", sagte Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski Anfang des Jahres gegenüber dem manager magazin. "Natürlich gab es gewisse Abschwächungen durch die wirtschaftliche Entwicklung. Aber wir haben den Vorteil, in Wettbewerb zu vielen Mittelständlern zu stehen." Die Solidität eines großen Unternehmens wie Bertelsmann zahle sich hier aus.

manager-magazin.de mit Material von ddp