Handyabsatz Kein Anschluss unter dieser Nummer

Noch eine schlechte Nachricht für den mobilen Telefonmarkt in diesem Jahr: Nach einem schon nur mäßigen Wachstumsplus im vergangenen Jahr prognostizieren Analysten für 2009 einen deutlichen Absatzrückgang.

Framingham - Marktforscher rechnen damit, dass weltweit 8,3 Prozent Mobiltelefone weniger verkauft werden. 2009 werde düsterer ausfallen als vor einigen Monaten erwartet, sagte Analyst Ryan Reith am Donnerstag. Zugleich wagt das Marktforschungsunternehmen IDC bereits eine zuversichtliche Vorhersage für das kommende Jahr. Der Handyabsatz werde um 9,5 Prozent wachsen.

Damit würde der Markt nach einem Einbruch auf 1,09 Milliarden Handys 2009 bereits im nächsten Jahr wieder das Niveau von 2008 mit etwa 1,19 Milliarden verkauften Neugeräten erreichen. Für das gesamte Jahr 2008 errechnete das Institut noch ein Absatzwachstum von 4,3 Prozent. Im Schlussquartal sei der Markt aber um 11,6 Prozent eingebrochen.

Mit dem erwarteten Rückgang von 8,3 Prozent in diesem Jahr ist IDC ähnlich skeptisch wie der Branchenführer Nokia, der angesichts der Wirtschaftskrise bereits im Januar vor einem Schrumpfen des Marktes um rund ein Zehntel gewarnt hatte.

Das Absatzwachstum bei so genannten Smartphones, wie Handys mit Computerfunktionen genannt werden, wird sich laut des Marktforschungsunternehmens in diesem Jahr auf nur noch 3,4 Prozent massiv verlangsamen. Im vergangenen Jahr lag das Absatzplus nach Rechnung des Instituts noch bei 21,9 Prozent. Bei herkömmlichen Mobiltelefonen sei 2009 mit einem Absatzeinbruch von zehn Prozent zu rechnen, nach einem dünnen Plus von 2,1 Prozent im vergangenen Jahr.

manager-magazin.de mit Material von dpa