Schwarzenegger auf der Cebit "Technologie wird uns alle retten"

Kalifornien ist in diesem Jahr Partnerland der Cebit. Gouverneur Schwarzenegger hat beim Eröffnungsrundgang "so viel Technik gesehen wie noch nie in meinem Leben." Und auch sonst hat der Terminator für seine Begleiterin Angela Merkel tröstende Botschaften parat.

Hannover - Routiniert lächelt Arnold Schwarzenegger in die Kameras. Ein großer Tross Berichterstatter begleitet den Gouverneur von Kalifornien am Dienstag auf dem Rundgang über die Computermesse Cebit. "Arnie" bringt etwas Glanz auf die Messe, den sie in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise dankbar annimmt.

"Ich habe heute so viel Technik an einem Tag gesehen wie in meinem ganzen Leben noch nicht", sagt Schwarzenegger in englischer Sprache am Ende des mehr als zweistündigen Rundgangs am Eröffnungstag. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich von den zahlreichen Innovationen begeistert.

An die Filmfestspiele in Cannes fühle er sich ob des dichten Gedränges erinnert, resümiert der "Terminator". Ein ähnliches Gefühl hat auch Evelyn Uhlrich. Auf einem Stuhl ihres Messestands stehend, beobachtet sie jede Geste des Stars. "Ich habe gedacht, er sei größer. Und er hätte ruhig auch ärmellos kommen können", sagt die 29-Jährige aus dem Vertriebsmarketing der Software AG.

Im adretten grauen Anzug mit grüner Krawatte marschiert Schwarzenegger über 14 Stände und durch fünf Hallen. Insgesamt präsentieren sich in diesem Jahr 4300 Aussteller auf der Cebit - ein Viertel weniger als vor einem Jahr.

Partnerland der Messe ist 2009 der amerikanische Bundesstaat Kalifornien. Das sei für sein Kalifornien eine große Ehre, sagt Schwarzenegger.

Und immer wieder: "I'll be back"

Er lächelt nach rechts, winkt nach links und nickt interessiert zu den unterschiedlichsten Erklärungen zu Messeneuheiten. Besucher zücken begeistert ihre Handykameras, die Anzugträger auf den Ständen lassen ihre Arbeit kurz ruhen.

Andreas Voß vom SAP-Partnerstand des Unternehmens BPC ist das allerdings nicht gelungen. "Ich habe Schwarzenegger tatsächlich auf die Schnelle nicht erkannt. Ich dachte das wäre der Bodyguard von Angela Merkel", ärgert sich der 44-Jährige. Aber immerhin: Die Bundeskanzlerin grüßte ihn freundlich. Den Messerundgang begleiteten unter anderem auch Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und seine Frau sowie der Schauspieler Ralf Möller.

Die Cebit-Rundreise findet schließlich auf dem Stand der Deutschen Telekom ihr Ende. Dort lobt der ehemalige "Mister Universum" die Leidenschaft und das hohe Interesse der Bundeskanzlerin für die Cebit und die neuen Technologien.

Diese internationale Messe mit Ausstellern aus mehr als 100 Ländern stehe für ihn für die "Vernetzung der gesamten Welt". Die Strategie einzelner Staaten, ihr Land vor dem internationalen Handel zu schützen, sei veraltet, kritisiert Schwarzenegger: "Protektionismus ist teuflisch." In der heutigen Zeit sei die Welt der Marktplatz und die Technologie komme eine besondere Rolle dabei zu. "Technologie wird uns alle retten", kündigt "Arnie" im Stil eines heroischen Action-Darstellers an.

"Ich glaube, der Gouverneur sollte jedes Jahr kommen, nicht? Das wär' doch was", sagt dann auch Merkel. Schenkt man den berühmten Worten des kalifornischen Gouverneurs am Ende des Rundgangs Glauben, könnte "Arnie" durchaus noch einmal Gast der Cebit werden: In fast schon gewohnter Manier gab Schwarzenegger zum Abschied sein cooles "I'll be back" zum Besten.

Christiane Gläser, dpa

Rundgang in Bildern: Schwarzenegger auf der Cebit

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