PC-Branche Absatz bricht dramatisch ein

Die Cebit beginnt, doch die Nachrichten aus dem IT-Markt stimmen nicht optimistisch: Die PC-Branche steht vor dem schwersten Einbruch ihrer Geschichte. Die Marktforscher von Gartner erwarten für 2009 einen Absatzrückgang von fast 12 Prozent.

Hannover - Um genau zu sein, Gartner spricht von einem Absatzrückgang von 11,9 Prozent auf 257 Millionen Computer. Der Boom der billigen Mini-Notebooks dämpfe zwar den Abschwung, könne ihn aber nicht aufhalten, berichtete Gartner. Den bisher höchsten Rückgang erlebte die Branche demnach 2001 mit 3,2 Prozent. Angesichts der Wirtschaftskrise nutzen Verbraucher und Unternehmer ihre Computer länger.

Der Absatz der Mini-Notebooks werde auf 21 Millionen Geräte von 11,7 Millionen im vergangenen Jahr hochschießen, prognostiziert Gartner. Dadurch sei bei mobilen Computern mit einem Absatzplus von neun Prozent auf 155,6 Millionen zu rechnen. Ohne die sogenannten Netbooks würde es nur ein Plus von 2,7 Prozent geben. Bei Desktop- Rechnern erwarten die Marktforscher einen Einbruch von 31,9 Prozent auf 101,4 Millionen Geräte.

Für die PC-Hersteller dürfte eine solche Entwicklung einen weiteren Druck auf die Erträge bedeuten: Mit den nur 300 bis 400 teuren Mini-Notebooks kann nur wenig Geld verdient werden. Mehr noch, in diesem Jahr werde der Preis dieser Geräte noch sinken, erwartet Gartner. Habe Ende 2008 ein Mini-Notebook mit einer Bildschirm- Diagonale von 8,9 Zoll (22,6 cm) noch rund 450 Dollar gekostet, werde der Preis für ein vergleichbares Gerät bis Ende dieses Jahres auf etwa 400 Dollar sinken.

Die Schwäche werde alle Märkte treffen, hieß es. Der Rückgang in den Schwellenländern werde voraussichtlich 10,4 Prozent betragen sowie 13 Prozent in den Industrieländern, hieß es.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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