Rekordgewinn Springer erhöht Dividende

Der Axel-Springer-Verlag hat im vergangenen Jahr den höchsten Überschuss seit Gründung des Unternehmens erzielt. Die Aktionäre sollen von der Entwicklung mit einer höheren Dividende profitieren.

Berlin - Der Medienkonzern Axel Springer  hat 2008 einen Rekordgewinn erzielt. Dank Kostensenkungen sei das Betriebsergebnis (Ebitda) im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 486,2 Millionen Euro gestiegen, teilte der "Bild"-Herausgeber am Mittwoch mit.

Netto erzielte Deutschlands größtes Zeitungs- und drittgrößtes Zeitschriftenunternehmen vor allem aufgrund von Verkäufen mit 571,1 Millionen Euro den höchsten Überschuss seiner Geschichte. Im Vorjahr hatte Springer noch einen Verlust von 288,4 Millionen Euro erlitten. Auch bereinigt um wesentliche nicht-operative Positionen, unter anderem um Veräußerungsgewinne im Jahr 2008 und negative Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten im Jahr 2007, sei der Konzernjahresüberschuss gestiegen. Der Umsatz legte um 5,8 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro zu.

Anleger bewerteten die Zahlen positiv: Die im Kleinwerteindex SDax  notierte Springer-Aktie legte zeitweise rund 4 Prozent zu. Seinen Aktionären will Springer eine Dividende von 4,40 Euro auszahlen, 40 Cent mehr als im Vorjahr.

Das Berliner Verlagsunternehmen hatte sich kürzlich von seinen Regionalzeitungsbeteiligungen in Deutschland getrennt und will sich künftig auf seine Flagschiffe "Bild" und "Welt" sowie "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" konzentrieren. Springer-Chef Matthias Döpfner plant außerdem das Onlinegeschäft auszubauen und im Ausland weiter zu wachsen. Bisher hat der Verlag die Wirtschaftskrise ohne große Stellenstreichungen überstanden.

manager-magazin.de mit Material von reuters