IT-Krise Cebit leidet unter Ausstellerschwund

Die Wirtschaftskrise hat zu einem drastischen Rückgang der Ausstellerzahlen auf der Cebit geführt. Nur 4300 Unternehmen zeigen in diesem Jahr in Hannover ihre Produkte, gut ein Viertel weniger als 2008. Damit fällt die IT-Messe auf das Niveau von 1990 zurück.

Hannover - Wie die Deutsche Messe am Freitag mitteilte, werden bei der am 3. März beginnenden Cebit nur noch 4300 Unternehmen erwartet. Das sind rund 1.500 Unternehmen weniger als noch 2008, als 5845 Aussteller ihre Produkte präsentierten. Im Boomjahr 2001 kamen rund 8100 Aussteller.

Zu den Themenschwerpunkten der Cebit, zu der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger erwartet werden, gehören in diesem Jahr erneut Energieeffizienz und neuartige Internettechnologien. Die Messe öffnet ihre Tore am 3. März und dauert bis zum 8. März. Im vergangenen Jahr kamen 495.000 Besucher.

Die internationale Wirtschaftskrise führe zu einem harten Verdrängungswettbewerb und hinterlasse auch in der IT- und Telekombranche Spuren, sagte Ernst Raue, Vorstand der Deutschen Messe AG. "Firmen, die ihre Marketingbudgets auf Null stellen müssen, werden in diesem Jahr nicht in Hannover sein."

Zu den prominenten Firmen, die der Cebit den Rücken kehren, gehören der Mobilfunker O2, der Telekomausrüster Ericsson  und der Speichermedienhersteller Trekstor.

Der US-Computerkonzern Apple fehlt traditionell auf der Cebit. Einige bekannte Unternehmen sind allerdings wieder mit dabei, darunter der PC-Hersteller Dell und das Netzwerkunternehmen Nokia Siemens Networks. 300 Firmen kehren nach einigen Jahren Pause zurück, 200 Unternehmen geben ihr Cebit-Debüt.

Während sich einige Aussteller wie der PC-Hersteller Fujitsu Siemens mit deutlich kleineren Ständen zufriedengeben, wollen sich Branchengrößen wie der Chiphersteller Intel , der Softwareanbieter Microsoft  und der Technologiekonzern IBM  in bewährt großer Form präsentieren. Manche stocken sogar deutlich auf. So verdoppelt der Taiwaner Computerhersteller Asus, der zuletzt in Europa mit seinem Mini-Notebook "Eee PC" große Absatzerfolge feierte, seine Standfläche.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap

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