Werbung per Bild und Video Yahoo peppt Suche auf

Der Internetkonzern Yahoo blendet in seiner Suchmaschine künftig auch Werbeanzeigen mit Bildern und Videos ein. Mit dieser Branchenneuheit greift das Unternehmen Marktführer Google an.

München - Das Programm "Rich Ads in Search" sei zunächst nur in den USA verfügbar, eine Einführung in anderen Ländern werde aber geprüft, sagte eine Yahoo-Sprecherin am Donnerstag in München. Das Unternehmen will die Anzeigen für die Werbewirtschaft attraktiver machen. Alle Suchmaschinenbetreiber einschließlich Marktführer Google  bieten bislang nur Textwerbung im Umfeld der Suchergebnisse an.

Zum Start des Programm können laut "New York Times" zunächst nur Großunternehmen Werbung schalten. An den mehrmonatigen Tests nahmen unter anderem der Getränkekonzern Pepsi , die Baumarktkette Home Depot  und der Tierfutterhersteller Pedigree teil. Wer den Namen dieser Unternehmen auf der US-Website yahoo.com eingibt, sieht über der Ergebnisliste bereits deren Logos, Fotos oder Werbespots.

Die neue Werbeform habe bei den Tests die durchschnittliche Zahl der Klicks um bis zu 25 Prozent ansteigen lassen und die Nutzer zu mehr Käufen animiert, erklärte Yahoo . Das Programm mache die Werbung zu einem "einnehmenderen Erlebnis", sagte Yahoo-Vorstandsmitglied Tim Mayer. "Videos sind fast noch mächtiger als nur Worte", sagte Pedigrees Marketingchef John Anton laut einem Bericht der "New York Times".

Die Werbekunden zahlen für den Dienst zunächst eine monatliche Gebühr. Eine Versteigerung wie derzeit bei Textfeldanzeigen üblich werde möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt, berichtete die Zeitung.

Yahoo ist im Segment der Bannerwerbung stark vertreten, die auf stark frequentierten Seiten üblich ist. Im Suchmaschinenmarkt liegt das Unternehmen aus Kalifornien dagegen deutlich hinter Google. Im Dezember beantwortete der Marktführer 63 Prozent aller Anfragen in den USA, berichtete die Marktforschungsfirma ComScore Mittwochabend. Yahoo wurde nur von jedem fünfter Suchenden genutzt (21 Prozent).

manager-magazin.de mit Material von dpa

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