Google Abkehr von Radiowerbung

Erst kam der Rückzug aus dem Geschäft mit Zeitungsanzeigen, nun stoppt Google auch die Vermarktung von klassischer Radiowerbung. Der erhoffte Erfolg blieb aus. Doch zumindest an einer klassischen Werbeform hält Google dennoch fest.

Mountain View - Der Internet-Konzern Google  beendet nach dem Rückzug aus dem Geschäft mit Zeitungsanzeigen auch seine Vermarktung von klassischer Radiowerbung. Angesichts der Wirtschaftskrise stoppt das erfolgsverwöhnte Unternehmen damit binnen weniger Wochen mangels Erfolg gleich zwei seiner einst ehrgeizigen Pläne mit traditioneller Werbung.

Das seit drei Jahren laufende Radio-Projekt habe nicht die erhoffte Wirkung erzielt, schrieb Google-Vizepräsidentin Susan Wojcicki am Donnerstag in einem Web-Blog des Unternehmens. Für bis zu 40 Beschäftigte aus dem eingestellten Bereich gebe es voraussichtlich keinen anderen Arbeitsplatz bei Google.

Der Internet-Konzern beendet derzeit mehrere Aktivitäten, die nicht unmittelbar zum Kerngeschäft gehören. Google hatte Ende Januar den Rückzug aus dem Geschäft mit Zeitungsanzeigen verkündet, das der Konzern seit 2006 betrieben hatte. Über 800 Zeitungen waren an dem Geschäft mit beteiligt. Kerngeschäft ist die Vermarktung von Suchanzeigen, Google setzt damit mehr als 90 Prozent des Umsatzes von zuletzt 5,7 Milliarden Dollar im vierten Quartal um.

Das Geschäft mit TV-Werbung gebe Google dagegen nicht auf, so die für das Produktmanagement zuständige Managerin. Der Konzern will auch weiter Werbung für Radio via Internet (Streaming) vermitteln.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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