Walt Disney Gewinn bricht ein

Der Unterhaltungskonzern Walt Disney bekommt die Konsumkrise heftig zu spüren. Wegen der anhaltenden Konsumschwäche erlitt das Unternehmen im ersten Quartal einen deutlich höheren Gewinneinbruch als erwartet. Der Überschuss fiel um fast ein Drittel.

Burbank - Belastet von geringeren Verbraucherausgaben hat der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney  in seinem ersten Geschäftsquartal einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Überschuss um 32 Prozent auf 845 Millionen Dollar (662 Millionen Euro). Der Umsatz verringerte sich von Oktober bis Dezember um 8,2 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Hintergrund seien rückläufige DVD-Verkäufe sowie geringere Werbeeinnahmen gewesen.

Die Zahlen fielen deutlich schlechter aus als von Analysten erwartet. Im nachbörslichen Handel stürzten die Disney-Aktien in einer ersten Reaktion um mehr als neun Prozent ab.

Der Ergebnisrückgang zog sich durch alle Konzernbereiche. "Wir haben ein schwieriges Quartal hinter uns", räumte Disney-Chef Robert Iger ein. Umsatzeinbrüche sind bei den Freizeitparks genauso festzustellen, wie im Fernsehgeschäft, im Kino fehlen Filmhits.

Besonders starke Einbußen verzeichnete die TV-Sparte, zu dem unter anderem das Fernsehgeschäft und das Kabel-TV-Netzwerk gehören. Hier fiel der Gewinn um 29 Prozent, der Umsatz ging um 5 Prozent zurück. Mit dieser Sparte erzielt Walt Disney immerhin rund 40 Prozent der Gesamterlöse.

Iger hatte bereits im November vergangenen Jahres in einer Telefonkonferenz gesagt, dass die Stimmung der Verbraucher so schlecht sei wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx, ddp und reuters