Telekom-Marktanteil Festnetz verliert, DSL legt zu

Die Deutsche Telekom hat im vergangenen Jahr rund 2,5 Millionen Festnetzkunden verloren. Besser sieht es dagegen in der Mobilfunksparte und der DSL-Sparte aus: Bei den schnellen Internetverbindungen liegt der Neukundenanteil bei 45 Prozent.

Bonn - Wie die Deutsche Telekom am Donnerstag mitteilte, stieg die Zahl der DSL-Anschlüsse um 1,6 Millionen oder 17,5 Prozent. Der Marktanteil in Deutschland liegt nun bei 46 Prozent. Beim Mobilfunk gewann die Telekom in Deutschland 3,15 Millionen Kunden dazu, ein Plus von 8,8 Prozent auf 39,1 Millionen Handynutzer.

Der Verlust bei den Telefonanschlüssen bewegt sich nach den Angaben der Telekom am unteren Ende der Erwartungen, die bis zu 3 Millionen reichten. Zudem sei nur ein Teil auf Abwanderung zu Konkurrenten oder zum Mobilfunk zurückzuführen, wie ein Sprecher erläuterte. Etwa 900.000 bis 1 Million Anschlüsse seien in der Zählung weggefallen, weil Wiederverkäufer sie auf die sogenannte All-IP-Technik umgestellt hätten. Bei dem kompletten Wechsel auf Internetbasis werde nicht mehr wie zuvor die Technik der Telekom für die Sprachtelefonie genutzt.

Bei DSL erreichte die Telekom einen Neukundenanteil von rund 45 Prozent, im vierten Quartal sogar von 50 Prozent. Allerdings verschlechterte sich - offenbar auch konjunkturbedingt - die Nachfrage insgesamt zum Jahresende: Die Zahl der Neuanschlüsse sank gegenüber dem vierten Quartal 2007 um rund 33 Prozent auf etwa 352.000.

Auf dem Mobilfunkmarkt bediente der Telekom-Konzern zum Jahresende weltweit rund 128 Millionen Kunden. In Deutschland verteidigte der Marktführer eigenen Angaben zufolge seine Position vor allem dank der Einführung des iPhone 3G von Apple , das die Telekom in Deutschland exklusiv vertreibt. Das Wachstum bei den Mobilfunkneukunden flachte insgesamt jedoch ab. Mit 301.000 neuen Handykunden im vierten Quartal gewann die Telekom weniger Kunden als im dritten Quartal und deutlich weniger als im Jahr zuvor.

Aber auch in anderen Märkten stieg die Zahl der Neukunden nicht so stark wie früher. In Großbritannien, dem zweitwichtigsten Markt für die Telekom, schrumpfte der Gesamtkundenbestand zum Jahreswechsel sogar auf 16,8 Millionen. In den USA konnte die Tochter T-Mobile USA im vierten Quartal 621.000 (Vorjahr: 951.000) neue Kunden gewinnen und kommt nun insgesamt auf einen Kundenbestand von 32,8 Millionen.

Das Fernsehen per Internet kommt allmählich in Gang. Die Telekom verzeichnete per Ende 2008 etwa 500.000 Kunden in ihrem Triple-Play-Angebot, was die Erwartungen erfüllt habe, erklärte der Konzern.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa

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