Quartalsverlust Konzernumbau färbt Sun Micro rot

Sun Microsystems hat zum Jahresende 2008 erneut rote Zahlen geschrieben. Ein Grund ist der Sanierungskurs des Server- und Softwareherstellers, der mit einem massiven Stellenabbau verbunden ist. Sun-Chef Jonathan Schwartz setzt seine Hoffnung auf den Softwarebereich.

Santa Clara - Nach hohen Kosten für den Konzernumbau stand für Sun Microsystems  unter dem Strich im vergangenen Quartal ein Minus von 209 Millionen Dollar (159 Millionen Euro). Ein Jahr zuvor hatte der US-Konzern noch einen Gewinn von 260 Millionen Dollar erzielt. Der Umsatz fiel auch wegen der Wirtschaftskrise um 11 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar, wie Sun am Dienstagabend am Sitz im kalifornischen Santa Clara mitteilte.

Sun schnitt aber dennoch in dem zum Jahreswechsel beendeten zweiten Geschäftsquartal weit besser ab als von Experten erwartet. Vor den Sonderbelastungen erzielte der Hersteller einen Gewinn von 114 Millionen Dollar. Allein der massive Jobabbau belastete das Ergebnis unter dem Strich zuletzt mit 222 Millionen Dollar.

Die Aktie legte am Montagvormittag stark zu. Sie kletterte zeitweise um mehr als 18 Prozent auf 3,34 Euro. Binnen Jahresfrist ist Sun allerdings an der Börse um 75 Prozent abgestürzt. Der Konzern streicht wegen der Probleme derzeit 6000 seiner weltweit 33.000 Stellen. In den vergangenen Quartalen pendelte Sun stets zwischen Verlust- und Gewinnzone hin und her.

Sun zählt zählt neben IBM , Hewlett-Packard (HP)  und Dell Computer  zu den größten Serverherstellern der Welt. Zum Einsatz kommen die Hochleistungsrechner in Computernetzen großer Unternehmen - etwa im derzeit von der Krise besonders getroffenen Finanzsektor. Über Server läuft auch der Betrieb von Websites und der übrige Datenverkehr im Internet.

Wie auch die Wettbewerber setzt Sun neben den Servern zunehmend auf Software und Dienstleistungen. Sie sollen die Abhängigkeit vom reinen Hardwaregeschäft verringern und für stabilere Erlöse sorgen. So stiegen die Softwareumsätze im vergangenen Quartal um 21 Prozent. "Software war ein Lichtblick", sagte Sun-Chef Jonathan Schwartz.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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