Mittwoch, 13. November 2019

Gewinneinbruch Microsoft streicht 5000 Jobs

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft streicht angesichts einbrechender Gewinne weltweit bis zu 5000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus kündigte der Windows-Hersteller harte Sparmaßnahmen an und strich seine Ergebnisprognose ersatzlos. Die Aktie erreicht den tiefsten Stand seit zehn Jahren.

New York - Für das abgelaufene Quartal gab Microsoft am Donnerstag einen Gewinneinbruch von 11 Prozent auf 4,17 Milliarden Dollar bekannt. Die Stellenstreichungen sind der erste konzernweite Jobabbau in der Geschichte des Unternehmens.

Schwer getroffen: Angesichts schwindender Gewinne tritt Microsoft hart auf die Kostenbremse und streicht 5000 Jobs
Die ersten 1400 Stellen würden sofort wegfallen, teilte der Windows-Hersteller mit. Die restlichen Jobs sollen im Laufe der nächsten eineinhalb Jahre gestrichen werden.

Deutschland sei von den aktuellen Personalmaßnahmen nur in geringem Maße betroffen, sagte ein Microsoft-Sprecher. "In Deutschland sind Support-Funktionen angesiedelt, die nicht nur für den deutschen Markt tätig sind. Hier wird eine kleine zweistellige Zahl an Stellen entfallen", sagte der Sprecher. "Wir werden auch bei Microsoft Deutschland sehr konsequent Kosten managen, um uns Spielräume für Investitionen in strategisch wichtige Themen zu erhalten", sagte Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg.

Der Konzern kündigte zudem weitere Kosteneinsparungen auf breiter Front an. Mit den Maßnahmen will Microsoft 1,5 Milliarden Dollar einsparen. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage will Microsoft vorerst keine detaillierte Ergebnisprognose mehr abgeben. In der zweiten Hälfte des laufenden würden Gewinn und Umsatz aber praktisch sicher niedriger ausfallen als ein Jahr zuvor.

In dem Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal wuchs der Konzernumsatz lediglich um 2 Prozent auf 16,63 Milliarden Dollar. Im Kernbereich mit dem Betriebssystem Windows sanken die Erlöse als Folge des schwachen PC-Marktes um 8 Prozent.

Microsoft führte die Lage auf die schwierige Weltwirtschaft, den schwächelnden PC-Markt und den Trend zu billigen Notebooks zurück.

Mit den Gewinnzahlen verfehlte Microsoft die Prognosen der Wall Street. Die Aktie von Microsoft Börsen-Chart zeigen verlor rund 10 Prozent an Wert und rutschte zeitweise mit 17,19 Dollar auf den tiefsten Stand seit 1998 ab.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa und ap

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