Montag, 18. November 2019

Gewinneinbruch Krise schlägt in Nokias Bilanz ein

Der massive Konjunktureinbruch hat Nokia schwerer erwischt als erwartet. Der Gewinn des führenden Handyherstellers ist um 68 Prozent eingebrochen. Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo will sparen - sagt jedoch noch nicht wie.

Helsinki - Im Schlussquartal 2008 brach der Nettogewinn auf nur noch 576 Millionen Euro von 1,8 Milliarden ein Jahr zuvor ein. Der Umsatz schrumpfte um 19,4 Prozent auf 12,66 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo kündigte ein umfassendes Sparprogramm an.

Im freien Fall: Neben den Gewinnen schmilzt auch Nokias Marktanteil dahin
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Im freien Fall: Neben den Gewinnen schmilzt auch Nokias Marktanteil dahin
Der Handyabsatz des erfolgsverwöhnten Branchenführers brach im vierten Quartal um 15 Prozent auf 113 Millionen Geräte ein. Der Marktanteil schrumpfte auf 37 Prozent von 40 Prozent vor einem Jahr.

Für das laufende Jahr erwartet Nokia nun ein Schrumpfen des weltweiten Handyabsatzes aller Hersteller um 10 Prozent. Noch vor einigen Wochen war der Konzern von einem Marktrückgang von 5 Prozent ausgegangen.

Im gesamten Jahr rutschte der Nokia-Umsatz um 0,7 Prozent auf 50,7 Milliarden Euro ab. Der Nettogewinn fiel auf knapp vier Milliarden Euro gegenüber 7,2 Milliarden Euro 2007.

Die Nokia-Aktien Börsen-Chart zeigen fielen am Donnerstag nach Zahlen um über 6 Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Titeln im Eurostoxx 50 Börsen-Chart zeigen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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