Peinliche Fehler Wenn E-Mails zum Fiasko werden

Fast 15 Prozent der IT-Leiter würden E-Mails abschaffen, wenn sie es nur könnten. Denn bei der digitalen Kommunikation kann eine Menge schief laufen. Die neun größten E-Mail-Peinlichkeiten des vergangenen Jahres.

München - Keine Frage: E-Mails sind nützlich, ob im Arbeitsalltag oder im Privatleben. Manchmal kann die elektronische Post aber auch ganz schön gruselig sein. Das IT-Portal CIO.com hat die schaurigsten E-Mail-Schlamassel des vergangenen Jahres zusammengestellt: Fehltritte, Angriffe und Pannen, die vielen Menschen schlaflose Nächte und finanzielle Risiken beschert haben. Im Folgenden finden Sie einige dieser E-Mail-Malheure.

1. Phishing-Fiasko

Im September wurde berichtet, dass Cyber-Kriminelle gefälschte Wohltätigkeitsseiten im Internet aufbauten und darauf ahnungslose Besucher um Spenden für Hurrikan-Schäden baten. Mit solchen Seiten lassen sich Menschen schnell austricksen und etwa um ihre Kontodaten bringen.

2. Jagd auf Palins E-Mail-Account

Ein Hacker drang in den privaten Yahoo-Account der amerikanischen Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin ein und veröffentlichte Inhalte daraus auf der Web-Seite Wikileaks. Sicherheitsexperten warnen, dass private Mail-Accounts leicht zu knacken sind. Besonders delikat: Palin nutzte ihren Account auch für berufliche Korrespondenz.

3. Fieser Obama-Spam

Im September verbreitete sich eine heimtückische Spam-Mail. Die enthielt angeblich einen Link, der zu einem Obama-Sexvideo führen sollte. In Wahrheit klickte man allerdings auf Spyware, die den Computer des Opfers ausspionierte. Bei sensationsheischenden Überschriften sollte man stets Vorsicht walten lassen. Weil sie häufiger geklickt werden, sind sie auch sehr beliebt bei Spammern.

4. Nicht auffindbare E-Mails

Oracle  brachte es nicht zustande, E-Mails von CEO Larry Ellison vorzulegen, die bei einer Gerichtsverhandlung als Beweismittel benötigt worden wären. Das Unternehmen fand keinen Weg, dem Wunsch des Gerichts nach den E-Mails nachzukommen.

5. Jobalarm via E-Mail

Der Personalleiter der US-Abteilung der Firma Carat teilte aus Versehen allen Angestellten mit, dass ihre Jobs in Gefahr waren. Eigentlich war die Nachricht lediglich für den Vorstand bestimmt. Die E-Mail enthielt außerdem Details über die geplante Neustrukturierung der Firma.

Begegnungen der dritten Art

6. Obsessionen eines Nachrichtensprechers

Ein in seine Kollegin verliebter Ex-Nachrichtensprecher wurde angeklagt, weil er sich unerlaubt Zugang zum E-Mail-Account seiner Angebeteten verschaffte. Und zwar 537 Mal in 146 Tagen. Manchmal sah er täglich zehnmal und mehr nach ihren E-Mails. Manche Informationen gab er an einen Klatschkolumnisten der Lokalzeitung weiter.

7. Begegnungen der dritten Art

Die Nasa entdeckte einen Computervirus auf einem Laptop der internationalen Raumstation, auf der sich etwa 50 Computer befinden. E-Mail bleibt eine der häufigsten Verteilungsmethoden von Viren und Malware. Das unterstreicht die Notwendigkeit von Anti-Viren-Technologie in Unternehmen.

8. Qualcomms E-Mail-Friedhof

Qualcomm  wurde eine 8,5 Millionen teure Strafe aufgebrummt, weil der Konzern in einem laufenden Gerichtsverfahren E-Mails unterschlug, die wichtige Beweismittel gewesen wären.

9. E-Mail-Vertipper

Countrywide-CEO Angelo Mozilo beantwortete eine E-Mail aus Versehen, anstatt sie weiterzuleiten. Es war eine Kundenmail, die Mozilo mit "ekelerregend" kommentiert hatte.

Einer Umfrage zufolge würden fast 15 Prozent der befragten CIOs E-Mails abschaffen, wenn dies machbar wäre.

CIO.com

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