IBM Neues Kartellverfahren droht

Die Konkurrenz erhebt Vorwürfe gegen IBM: Der Computerkonzern habe seine Marktposititon missbraucht, weil er den Verkauf seines Betriebssystems an den Erwerb von Großrechnern kopple und weil er Patentlizenzen zurückhalte. Großrechner-Hersteller T3 Technologies will bei der Europäischen Kommission ein Kartellverfahren fordern.

London - Dem Computerkonzern IBM  droht ein neues Kartellverfahren der Europäischen Kommission. Der Großrechner-Hersteller T3 Technologies wollte noch am Dienstag Beschwerde gegen IBM einlegen, berichteten "Financial Times" und "Financial Times Deutschland".

Indem IBM den Verkauf seines Betriebssystems an den Erwerb der Großrechner koppele, habe der Konzern den Verkauf von Konkurrenzprodukten verhindert und seine Marktposition missbraucht, laute der Vorwurf. Weiter werde es in der Beschwerde heißen, dass IBM Patentlizenzen und anderes geistiges Eigentum zurückgehalten und damit den Käufern von Großrechnern in Europa Schaden zugefügt habe.

Bereits 2007 hatte die Wettbewerbsaufsicht das Großrechnergeschäft des US-Unternehmens unter die Lupe genommen, nachdem das Startup-Unternehmen Platform Solutions eine ähnliche Beschwerde eingereicht hatte. Die Untersuchung endete allerdings ergebnislos. Im Juli 2008 übernahm IBM den Rivalen.

manager-magazin.de mit Material von dpa