Softwareausgaben Gartner kassiert Prognose

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat seine Prognosen für die weltweiten Softwareausgaben gesenkt. Wirtschaftliche, technische und regionale Entwicklungen dürften dem Markt noch einige Jahre zu schaffen machen.

Stamford - Für 2009 werden die Ausgaben für Unternehmenssoftware den Schätzungen zufolge weltweit nur noch um 6,6 Prozent auf 244,3 Milliarden Dollar steigen, teilten die Marktforscher von Gartner mit. Zuvor waren die Experten von einem Zuwachs von 9,5 Prozent ausgegangen.

Für das laufende Jahr erwartet Gartner ein Plus von 13,9 Prozent auf 229,2 Milliarden Dollar. Auch dieser Wert liegt unter der im September ausgegebenen Prognose, die noch einen Zuwachs von 14,9 Prozent vorhersah.

Das langsamere Wachstum begründen die Marktforscher mit einer Kombination "aus wirtschaftlichen, technischen und regionalen Entwicklungen", die den Markt bis zum Jahr 2012 belasten dürften.

Anwendungs- und Infrastrukturprojekte müssten nun mit Kostenreduzierung und Risikomanagement in Einklang gebracht werden und nicht mehr nur das Umsatzwachstum vorantreiben, sagte Gartner-Analyst Fabrizio Biscotti. "Diese Entwicklung, gepaart mit den jüngsten Krisen am Finanz- und Kreditmarkt hat uns dazu gezwungen, die Prognose für Softwareausgaben bis zum Jahr 2012 nach unten zu korrigieren."

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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