Panasonic Sanyo-Übernahme gerät ins Stocken

Panasonic muss wegen des Konjunkturabschwungs seine Gewinnprognose erheblich kürzen. Die Aktien des japanischen Elektronikkonzerns büßten daraufhin über 5 Prozent ein, die Übernahme des Konkurrenten Sanyo gerät ins Stocken.

Tokio - Im bis Ende März 2009 laufenden Geschäftsjahr werde der Nettogewinn voraussichtlich mit umgerechnet rund 250 Millionen Euro 90 Prozent geringer ausfallen als bislang geplant, teilte Panasonic am Donnerstag mit. Der Konzern senkte sein operatives Gewinnziel um rund 40 Prozent. An der Börse in Tokio gingen die Aktien  entgegen dem allgemeinen Trend mit einem Abschlag von 4,7 Prozent aus dem Handel.

Panasonic beschäftigt weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund 9000 Milliarden Yen (rund 74 Milliarden Euro).

Der Weltmarktführer bei Plasmafernsehern versucht derzeit, seinen Rivalen Sanyo Electric  zu übernehmen. Die US-Bank Goldman Sachs brach allerdings am Mittwoch die Gespräche über den Verkauf ihrer Anteile an Panasonic wegen eines zu niedrigen Angebots vorerst ab. Damit steht eine der größten Übernahmen in Japan auf der Kippe: Sollte sie gelingen, würde Panasonic gemessen am Umsatz an Branchenführer Hitachi  vorbeiziehen und zum größten Elektronikkonzern der Technologiegroßmacht Japan aufsteigen.

Panasonic hat mit umgerechnet rund 7,7 Milliarden Euro an Barmitteln eine prall gefüllte Kriegskasse. Der Konzern führt seit mehreren Wochen Gespräche mit den drei wichtigsten Sanyo-Aktionären. Neben Goldman Sachs sind dies die japanischen Finanzhäuser Daiwa  und Sumitomo Mitsui .

manager-magazin.de mit Material von reuters

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