Schadensersatz Facebook wehrt sich gegen Spammer

Nutzer sozialer Netzwerke sind für Versender unerwünschter Werbemails leichte Beute. Umso medienwirksamer werden Erfolge gegen die Spammer gefeiert - so wie jetzt bei der Community Facebook, die nach eigenen Angaben eine Rekordstrafe in Millionenhöhe erwirkt hat.

San Francisco - Nach einem Urteil des Bezirksgerichts San Jose (Kalifornien) müsse die in Panama registrierte Firma Atlantis Blue Capital und dessen Gründer Adam Guerbuez dem sozialen Netzwerk insgesamt 873 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen, teilte Facebook am Montag (Ortszeit) mit.

"Jeder der Facebook konstruktiv nutzt, sollte sich freuen, dass wir hart darum kämpfen, unsere Nutzer gegen Spam und andere Onlinebelästigungen zu schützen", sagte Max Kelly, Sicherheitschef des Unternehmens.

Dem Unternehmen und dessen Firmengründer war in den bereits vor vier Monaten eingeleiteten Gerichtsverfahren vorgeworfen worden, über vier Millionen unerwünschte Mails an die Mitglieder des Facebook-Netzwerks verschickt zu haben. Facebook wertet das Urteil als großen Erfolg, der eine abschreckende Wirkung auf professionelle Spam-Versender haben dürfte.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte die Onlinecommunity MySpace von einem US-Bundesgericht 230 Millionen Dollar Entschädigung zugesprochen bekommen, weil sie von Werbemails überflutet wurde. MySpace beschuldigte zwei prominente E-Müll-Versender, mithilfe von 11.000 Scheinprofilen viele MySpace-Nutzer auf dubiose Internetseiten gelotst zu haben. Die beiden hatten sich zudem Zugang zu mehr als 300.000 Nutzeraccounts verschafft, über die sie massenweise Kommentare an andere Nutzer versendeten.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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